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GRUENE LIGA e.V.

Berlins schönste Hofgärten

2011 veranstaltete die GRÜNE LIGA gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Berlin den Wettbewerb “GRÜNE HÖFE = GUTES KLIMA”. Ziel war es, begrünte Höfe ins Rampenlicht zu bringen, Hofbegrüner/-innen für ihr Engagement Auszuzeichnen und damit auch allen anderen Berliner/-innen Ideen für den Start möglichst vieler neuer Hofprojekte zuliefern. Mit einem Satz: Gesucht wurden die schönsten grünen Höfe Berlins!

Mehr Informationen finden Sie unter Vergangene Projekte

http://www.grueneliga-berlin.de/wp-content/plugins/downloads-manager/img/icons/pdf.gif Download: Grüne Höfe für ein gutes Klima (Dateigrösse: 26.27MB)
Beschreibung: Die Broschüre stellt Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbsprojektes vor und gibt zahlreiche Tipps zur Hofbegrünung.
Hinzugefügt: 23/03/2012
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Die Siegerhöfe


Ostgarten, Herbert-Baum-Straße, Berlin-Weißensee

Hinterhof Herbert-Baum-Straße, Berlin-WeißenseeHochbeete, Sitzplätze, ein Buddelkasten, ein begrünter Fahrradunterstand, Gemüse- und Blumenbeete, Obstbäume, Wein und vieles mehr erwartet Sie im Ostgarten.

Auf 250 m² hat  Bernd Schumann für sich und seine Nachbarn einen wunderschönen Hofgarten angelegt. Im Stil eines „Klostergartens“  baute er Hochbeete für Stauden und Gemüse aus recycelten Abbruchziegeln, pflanzte Obstbäume und Beerensträucher, baute ein Gewächshaus. Überall blüht es in Kübeln und Töpfen. Ein Komposthaufen sorgt für frischen Humus, Nistkästen und Steinhaufen bieten Heim für Vögel und Insekten, das Regenwasser wird genutzt.

Gartenbank auf dem Hinterhof in der Herbert-Baum-StraßeDer Hofgarten wird von Bernd Schumann gepflegt, jedoch von allen im Haus genutzt. Er ist das Sommerwohnzimmer des Hauses.

Der Ostgarten befindet sich im ständigen Wandel: gemeinsam wird über manche Veränderungen beraten. Daraus entstanden in Gemeinschaftsarbeit eine Holzterrasse, der Buddelkasten und ein Fahrradunterstand. Das Obst und Gemüse schmeckt allen im Haus und mancher Sommerblumenstrauß nimmt seinen Weg über den Gartenzaun.

Ein grünes Glück am GUTEN ORT in Weißensee.

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Moabiter Stadtschloss, Rostocker Straße 32, Berlin-Moabit

Sonnenblumen und BaumstumpfDas Stadtschloss Moabit – Nachbarschaftshaus Rostocker Straße ist ein Ort für alle Kulturen und Generationen. Auf dem Hof gibt es alte Bäume und Ziersträucher, einen Kinderspielplatz mit Holzschiff und eine Theaterbühne. Anwohner/-innen und vor allem Kinder werden in die Umgestaltung und Pflege des Hofes mit einbezogen. So fließt in die behutsame, gemeinsame Umgestaltung Wissen über die Folgen des Klimawandels und deren Minderung, Naturkunde und gemeinschaftliches Arbeiten mit ein.

Die Gartengestaltung konzentriert sich auf die umliegenden Fassaden u. Grünflächen. Im schrittweisen Prozess werden der Boden ausgetauscht, Kinder pflanzenStecklinge gepflanzt und durch Rückschnitt von Gehölzen Raum für Saaten und Stauden geschaffen.

Unterstützt durch die üppige Berliner Spontanvegetation, Stecklingsvermehrung und Aussaaten werden immer neue Flächen begrünt. Auch außerhalb des Stadtschlosses wurden schon Flächen gekapert und so darf sich auch die Nachbarschaft am wilden Blühen von Stiemütterchen und Studentenblumen erfreuen.


Lichte Weiten
Wönnichstraße, Berlin-Lichtenberg

Der Nachbarschaftsgarten „Grüne Weiten“ ist Bestandteil des Muster-Wohnprojekts „Lichte Weiten e.V.“, das generationsübergreifend, sozial und ökologisch ausgerichtet ist. Der Garten bestand ehemals aus mehreren Höfen die brach lagen, ungenutzt und teilweise versiegelt waren. Nach Sanierung der Wohnhäuser wurden die Höfe zusammengelegt und umgestaltet. Die Bewohner/-innen „leben ein gemeinschaftliches Wohn- und Lebenskonzept“, dessen zentraler Bestandteil der Nachbarschaftsgarten ist. Die Bepflanzung folgte dem Motto „einheimisch und essbar bzw. verwertbar“. Außerdem gibt es einen offenen Nachbarschaftstreff, eine Pflanzenkläranlage, einen Fahrradschuppen mit Gründach, eine Kompostanlage, ein Kompostklo, einen Schuppen, Insektenhotels, einen Sandkasten und „naturnahe“ Spielmöglichkeiten.

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KUBIZ
Bernkasteler Str. 78, Berlin-Weißensee

Beete im KUBIZDer „offene Garten“ ist Teilprojekt des Kultur- und Bildungszentrums (KuBiZ) Weißensee, unter dessen Dach soziale, kulturelle und edukative Projekte geführt werden. Bei dem Projekt wurde ein ehemaliger Schulhof entsiegelt und zu einem Garten mit Gemüsebeeten und einer Streuobstwiese umgestaltet. Außerdem wurden eine Kräuterspirale und ein Teich angelegt.
Der Garten hat sich zu einer „offenen, selbstorganisierten Plattform“ für vielfältige Nutzungen entwickelt. Er ist öffentlich zugänglich. Die Beete werden gemeinschaftlich gepflegt. Der „offene Garten“ möchte die sozio-kulturelle Unterversorgung mindern und bürgerschaftliches Engagement fördern. Es finden regelmäßige Treffen statt und mehrmals jährlich werden thematische Feste organisiert.

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KARUNA e.V.
Hausotterstr. 49, Berlin-Reinickendorf

Hausotterstraße 49Der Hof gehört seit Jahresbeginn zu einer Therapieeinrichtung für suchtkranke Jugendliche. Zuvor wurde er als Park- und Müllplatz genutzt und war weitgehend versiegelt.

Die Neugestaltung beinhaltet eine Teilentsiegelung und den Bau eines Beachvolleyballfeldes, die Anlage von Beeten für Kräuter, Duft- und Nutzpflanzen, die Pflanzung von Obstbäumen und eine Fassadenbegrünung. Außerdem soll das Regenwasser aufgefangen und genutzt werden. Ziel der Umgestaltung ist den Außenraum für Therapie und Erholung nutzbar zu machen.


Ernststraße, Berlin-Baumschulenweg

Im Frühjahr trafen sich 20 Mieter/-innen aus der Ernststraße 8 um ein Konzept für ihren Hinterhof zu entwickeln. Die etwa 600m² große Hoffläche wird dominiert von einer prächtigen alten Kastanie und vielen Pflaumenbäumen. Doch machte der vorhandene Bauschutt eine Nutzung des Hofes unmöglich. Gemeinsam wurde mit der Entfernung von Schutt und zuviel Wildwuchs begonnen. Die Gartengemeinschaft hat nach vielen Arbeitseinsätze einen Sandkasten mehrere Kinderschaukeln, eine Rasenfläche und diverse Kräuter- und Blumenbeete angelegt. Für die 13 Kinder bietet der Hof eine sichere grüne Baustelle zum Spielen, Arbeiten und Lernen.

Für die Zukunft wünschen sich die Bewohner/-innen eine Kräuterschnecke, eine Überdachung für Fahrräder, einen Kompost, eine Regenwassernutzung, Obst- und Ziergehölze und einen Bienenstock.

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Leuchtturm e.G.
Pappelallee, Berlin-Prenzlauer Berg

Kleinkind auf dem Rasen

Bild: david baltzer/zenit

Das genossenschaftliche Mehrgenerationenprojekt Leuchtturm beherbergt 45 Menschen zwischen 0 u. 60 Jahren. Schon bei der Planung des Hauses wurde sich bewusst gegen eine dichtere Bebauung des Grundstücks entschieden, „damit wir einen aktiven Beitrag zu mehr Grün, freier Fläche, gemeinschaftlich genutztem, nachbarschaftlichem Miteinander leisten können.“ Der Hofgarten wurde von Anfang an partizipativ und unter ökol., mehrgenerationalen Aspekten entwickelt.“ Er ist das Herzstück ihres Projektes.
Alle Umgestaltungmaßnahmen werden gemeinschaftlich in der Gartengruppe besprochen. So entstanden und entstehen aus einer ehemaligen Brache: eine Wiese mit Bäumen, Gehölzen und einem Pflanzhügel und ein kleiner Weidengang. An den Mauern ranken Kletterpflanzen, ein Kompost und Wege aus alten Klinkern wurden errichtet.

Infos: http://www.leuchtturm-wohnprojekt.de/

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Pfarrstraße, Berlin-Lichtenberg

Schmiedeeisernes Gartentor im HinterhofFamilie Kallenbach hat sich auf diesem Hof in Lichtenberg auch ihr ganz persönliches Paradies geschaffen. Als sie 2002 das Haus kauften, war der Hof überwiegend mit Beton versiegelt. Ehemalige Kellerfragmente ragten auf und die Fläche diente allein als Abstellfläche für Müll und Fahrzeuge. Nach dem Abriss von Beton und Steinen wurden mit vorhandenen Ziegeln versickerungsfähige Wege gepflastert, tonnenweise Boden aufgetragen, 15 Obstbäume und zahlreiche Beerensträucher gepflanzt. Dazu gesellten sich zahlreiche Kleinbäume, Ziersträucher, Rosen und Hortensien. An den umliegenden Fassaden wurden Rankhilfen für Kletterpflanzen und Nistkästen für Vögel und Insekten angebracht. Für die Kinder gibt es Sandkasten, Schloss, Swimmingpool und Trampolin. Das Regenwasser wird in einen großen Tank geleitet und zum Gießen genutzt. 2 Bienenvölker sorgen jährlich für eine reichhaltige Obsternte.

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WBG GRÜNE MITTE
Zossener Straße, Berlin-Hellersdorf

Gemeinschaftsgärten2010 wurde eine Fläche von ca. 6000 m² durch die Wohnungsbaugesellschaft „Grüne Mitte“ Hellersdorf e.G. erworben. Ziel war es für die Bewohner/-innen Freianlagen zur Ruhe, Erholung, zum Spielen und zur Kommunikation zu schaffen. Das Gelände wurde von Gestrüpp und Abfall befreit und mit Wegen und Hausgärten neu strukturiert. Jeder Mieter konnte sein kleines Gartenparadies selbst gestalten. Für die Allerjüngsten entstand ein Familiengarten und für jedes Kind dort eine Robinie – insgesamt wurden 19 Stück gepflanzt. Sie sollen die kleinen Baumpaten und Baumpatinnen an deren Geburtstag erinnern. Außerdem wurde ein Spielplatz angelegt. Im Rahmen eines Familienprojekts wurde zudem eine Spiel-Kontakt-Gruppe gegründet um die soziale Kommunikation und das gemeinsame Naturerlebnis zwischen Kindern, Eltern und den anderen Gartenbesitzern zu fördern.

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Brunnen mit Handpumpe und StaudensonnenblumenFinowstraße, Berlin-Friedrichshain

Der kleine Hof in Berlin-Friedrichshain wird von zwei Mietparteien intensiv gepflegt und dankbar von den Nachbar/-innen mit genutzt. Schattenverträgliche Gehölze und Stauden, eine Sitzecke, ein Steingarten, Kräuter- und Staudenbeete und schön gepflasterte Wege machen den Hof zu einem kleinen Naturparadies inmitten der Großstadt. Die Gärtner/-innen legen besonderen Wert darauf, die Gehölze möglichst wenig zurückzuschneiden und einheimische Arten bei Neupflanzung zu bevorzugen. Der Wildwuchs der Gehölze und Kletterpflanzen sowie das Bereitstellen von Nistkästen und Vogeltränken bietet Vögeln und Insekten Nahrung und Unterschlupf.

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Stadtteilzentrum Pankow
Schönholzer Str. 10, Berlin-Pankow

Spielplatz und bunte GaragenDas Stadtteilzentrum Pankow fördert soziokulturelle Begegnungen im Kiez und unterstützt Familien mit Kindern durch Beratung, Themenabende und Workshops. Der heutige Spielgarten ist ein ehemaliger Garagenhof mit Sandspielplatz und Kletterturm, Rasen und einer dem Nachbarschaftscafé vorgelagerten Terrasse. An Mauern und Wänden rankt Fassadengrün und in Pflanzkästen wachsen Geschenk- und Zufallspflanzen. Die Garagentüren wurden bunt lackiert. Ein blaues Sonnenschutzsegel beschattet den Sandspielplatz.
Anwohner/-innen betreuen das Nachbarschaftscafé und pflegen den Garten ehrenamtlich. Die sinnfällig saubere und für außen stehende vielleicht etwas langweilig anmutende Gartenanlage verleiht vornehmlich den Eltern ein sicheres Aufenthaltsgefühl.


Zillestraße, Berlin-Charlottenburg

Die zwei Höfe des Mehrfamilienhauses in der Zillestr. wurden im Zuge der Sanierung stark in Mitleidenschaft gezogen. Auf den Höfen wuchs nichts und das Wasser wurde in die Kanalisation geleitet. Mit Hilfe zweier dort wohnender Landschaftsarchitekt/-innen wurden die beiden Höfe komplett neu gestaltet. Der erste Hof dient der Hausgemeinschaft, auf dem zweiten entstanden 4 Gärten für die Erdgeschosswohnungen. Während der Umgestaltung wurde das vorhandene Betonpflaster durch Klinker ersetzt. Die Wegeführung wurde optimiert, so dass eine zusammenhängende Fläche für ein Staudenbeet entstand. Der Müllplatz wurde mit den Fahrradstellplätzen zusammengelegt und mit einer Pergola als Überdachung und Sichtschutz versehen.
Unter den Staudenflächen wurden Rigolen angelegt um das Regenwasser zu versickern.
Auf dem zweiten Hof ist die Sandkiste Anziehungspunkt für die Kinder im Haus. Durch eine Hainbuchenhecke werden Sitz- und Spielbereiche zu den Mietergärten und den Fenstern im Erdgeschoss abgegrenzt. Dort finden auch die jährlichen Hausfeste für alle Bewohner statt.


Rykestraße, Berlin-Prenzlauer Berg

Die Mietergemeinschaft dieser 2 Höfe im Prenzlauer Berg hat mit viel Engagement, Fleiß und wenig Geld aus einer Schutthalde eine grüne Oase geschaffen. Sie trugen den Beton ab, legten Staudenbeete an und bauten Gemüse an. Die Gartenmöbel wurden selbst gebaut. Vogeltränken und Nistkästen wurden gemeinsam gebaut und aufgehängt Ihr gemeinsames Ziel ist es, Freude an der Gartenarbeit zu finden, die dort lebende Tier- und Pflanzenwelt zu beobachten und sich darüber auszutauschen. So wurden zum Beispiel Marienkäferlarven gegen die vielen Blattläuse angesiedelt und das Ergebnis beobachtet. Den Kindern wird die Vielfalt der Vogelwelt erklärt.

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Mehringdamm, Berlin-Kreuzberg

Schattenpflanzen auf dem dunklen Hinterhof

Der Hof am Mehringdamm misst nicht einmal 100 Quadratmeter. Der zudem noch sehr schattige Hof hat eine sehr umfangreiche Stauden- und Gehölzpflanzung, die den vorhandenen Licht- und Schattenbedingungen optimal angepasst wurde. Der Hof wurde schrittweise umgestaltet, aus einer Fläche mit lediglich einem Ahorn u. spärlicher Vegetation. Ziel war die Schaffung eines grünen Kleinklimas, das durch ständig wechselnde Blüten von Kleingehölzen, Stauden und Blumenzwiebeln den Jahresablauf erkennbar macht.
Neben den Stauden- u. Gehölzflächen wurde ein Rundweg mit Rindenmulch angelegt.
Der Hof dient als ruhiger Rückzugsort für die Bewohner/-innen. Geplant ist der Umbau einer asphaltierten Fläche, die bisher als Sitzplatz dient, zu einem „Freisitz mit Pergola“. Dieser soll allen Mietern die Möglichkeit bieten, sich im Hofgarten zu treffen u. kleine Feste zu feiern.


Veitstraße, Berlin-Tegel

Sitzplatz auf dem HofAls Frau Locatello vor 14 Jahren in das Tegeler Mietshaus einzog, lagerten im Hinterhof noch Zementsäcke. Und einzig ein paar Zypressen auf einem kargen Rasen fristeten dort ihr Dasein. Während der letzten fünfeinhalb Jahre hat sie den grauen, tristen Hof in einen Garten verwandelt. Vor allem Weinstöcke und Obstgehölze prägen jetzt das Bild. Dazu kamen ein Kräutergarten, Ziergehölze, Stauden und ein Gewächshaus. Der Hofgarten in Tegel wird von ihr auch als Naschgarten bezeichnet, denn die meisten der über 50 Pflanzen sind essbar. Über 50 verschiedene Pflanzen wachsen nun in Töpfen, Beeten und an Hauswänden empor und ganzjährig können sich die Bewohner hier bedienen. In einem separaten Gartenteil wurde eine kleine Kunstgalerie eingerichtet, die es Reinickendorfer Künstlern ermöglicht, ihre Werke auszustellen und zu verkaufen.


RueBunte, Karl-Marx-Str. 177, Berlin-Neukölln

Sonnenliege vor begrünter RemieseEinst war der Hof in der Karl-Marx-Straße eine Autowerkstatt und stand einige Jahre leer, bis er von den Mitgliedern des Vereins RueBunte angemietet wurde. Er ist ein Ort der Begegnung und des ökologischen und sozialen Miteinanders. Die Mitglieder des Vereins entfernten Teile des Betons und verwandelten so nach und nach den Hof in einen Permakulturgarten. So wachsen jetzt in den verschiedenen Beeten Kürbisse, Rote Beete, Zucchinies und verschiedene Heilkräuter. Dazu wurden bodenverbessernde Pflanzen hinzugepflanzt.


Wöhlertgarten
Pflugstraße, Berlin-Mitte

LichtspielZwei große Kastanien dominieren die 3 Höfe des Wöhlergartens in Berlin-Mitte. Zwischen Friedhof, Straßenbahnschleife und ehemaligem Grenzstreifen gelegen, war und ist er schon immer eine Nische gewesen – sowohl für ruhiges Wohnen inmitten der Großstadt, als auch für zahlreiche Tierarten wie Füchse, Eichhörnchen, Mauersegler und Turmfalken. Der Wöhlergarten wurde als eine der letzten geförderten Wohnungsgenossenschaften 1999 gegründet. Während der Sanierung war immer oberste Priorität, geschützten Wohnraum für Mensch und Tier zu erhalten und zu verbessern. So wurden die Hoffläche entsiegelt und neu begrünt. Zudem entstanden in Absprache mit Bewohner/-innen und Landschaftsplanern Spielflächen für die Kinder und überdachte Fahrradstellplätze.

Das Gärtnern haben die Bewohner/-innen übernommen. Einige Beete werden von Einzelpersonen, andere gemeinschaftlich gepflegt. Der gesamte Hof wird intensiv von allen Generationen, Bewohner/-innen, Freunden und Nachbarn genutzt. Es gibt mehrere Sitz- und Grillmöglichkeiten, eine Tischtennisplatte, Obstgehölze und „genossenschaftliche“ Kaninchen. Alle Wege sind barrierefrei.


Ackerstraße, Berlin-Mitte

Pflasterweg vor Staudenbeet

Mitten im dicht bebauten Zentrum Berlins ist der Hof in der Ackerstr. 19 ein bunter Augenschmaus. Ein kleiner Garten mit über 120 verschiedenen Stauden, die auf sieben Beete verteilt sind, bildet die Begegnungsstätte der Hausbewohner. Die Besonderheit in diesem Hof ist die Blütenwanderung. So blüht fast jeden Monat ein anderes Beet, sodass sich die Bewohner im Frühling und Sommer jeden Monat über eine neue Blütenpracht freuen können. Noch vor ein paar Jahren, war der Hof eine Steinwüste, aus der höchstens Unkraut und Gras sprieß und die einzigen grünen Akzente darstellten. Martina Breyer nahm sich dieser ökologischen Ödnis an und verwandelte in liebevoller Arbeit diese Brache in die grüne Ruheoase, die der Hof heute ist. Künftig ist die Einbeziehung von Kunstwerken und Gestaltungselementen mit Wasser geplant. Der Hof wird sich also auch künftig stetig weiter entwickeln.

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Wilhemshavener Straße, Berlin-Moabit

MangoldDer Anfang auf einem völlig verwahrlosten und von Schutt übersätem Hof bedarf oft einiger Überwindung und ein Zusammenraufen mehrere Hausbewohner/-innen. Aber auch aus der Initiative eines Einzelnen kann sich eine verschworene Gartengemeinschaft entwickeln. Ein gutes Beispiel dafür ist der Hof in der Wilhelmshavener Straße in Moabit. Frau Tschachotina, fühlte sich einfach irgendwann nicht mehr wohl mit einem Hof voller Bauschutt, abgestorbener Gehölze und altem Hausrat. Sie entsorgte den Müll, beschnitt Bäume und Sträucher, pflanzte neue Stauden und Gehölze und säte Rasen an. Die Vögel erhielten eine Tränke und Nistmöglichkeiten.
Von Haus- und Anwohner/-innen die ihre Bemühungen zuerst interessiert aber unbeteiligt beobachteten, wird der Hof inzwischen als schöner Erholungsort genutzt. Drei Generationen und 7 Nationen nehmen mit Interesse und Aufmerksamkeit die wachsende Vielfalt des Hoflebens wahr, staunen über die Entwicklung und lassen sich zu eigenem Tun in den Nachbarhöfen inspirieren.

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Weichselstraße, Berlin-Friedrichshain

Die Hausbewohner/-innen der Weichselstraße beschlossen, ihre Sommer nicht mehr nur auf dem Balkon zu verbringen sondern den großen ungenutzten Spielplatz auf ihrem Hof zu einer grünen Oase umzugestalten. Mit Blumenbeeten, Hecken und Gartenbänken sollte ein Raum der Begegnung, zum Gemüse ziehen, Kinder spielen und Feste feiern entstehen. Ein buntes Team verschiedensten Alters und Nationalitäten warf Wissen und Rechercheergebnisse zusammen und plante einen urbanen Gemeinschaftsgarten. Für alle Mitstreiter/-innen wurde eine Facebookgruppe eingerichtet um Ideen zu sammeln und anfallende Arbeiten zu planen. Unkraut wurde entfernt, Bäume und Sträucher beschnitten und Müll entsorgt. Der sandige Boden wurde mit Humus aufgewertet und Wege wurden angelegt. Gemeinsam wurde beschlossen, was gepflanzt werden sollte, nach den Lichtverhältnissen geeignete Standorte wurden festgelegt und Beet für Beet entsteht nun ihr gärtnerischer Spielplatz.


Jenaerstraße, Berlin-Wilmersdorf

Der Hinterhof in der Jenaer Straße wurde aufgrund seines ursprünglich verwahrlosten Zustandes von den Bewohner/-innen kaum genutzt. Sukzessive wurden die Beete gepflegt, Pflanzen erneuert und ergänzt, der Teich grundgereinigt, die Fassadenbegrünung erweitert, der Rasen gepflegt und der Terrassenbelag erneuert. Ein Komposthaufen wurde neuangelegt und ein Bewässerungssystem installiert.
Schon die Neuanlage des Hofes hat zu einer Intensivierung der Hausgemeinschaft beigetragen und sie zusammenwachsen lassen. Im Frühjahr und Herbst werden gemeinsame Gartenaktionen durchgeführt, an denen sich jung und alt beteiligen.
Der Innenhof wird zum Entspannen, grün genießen, frische Luft tanken und Ball spielen genutzt. Gemeinschaftlich erfolgt auch die Pflege des Hofes. Im Sommer gibt es einen Gießplan und der Rasen wird abwechselnd gemäht. Die Kinder haben die Teichreinigung mit Hilfe eines Keschers übernommen. Im Garten nisten u.a. Grünfinken und Eichelhäher. Alle genießen besonders im Sommer das Klima im Innenhof, das angenehmer ist als vor dem Haus.


Weitlingstraße, Berlin-Lichtenberg

Bewohner auf der Gartenbank und Kind auf dem RasenDer Hof in der Weitlingstr. hat in den letzten Jahren eine regelrechte Metamorphose durchlebt. Aus einer eintönigen Rasenfläche haben die Hausbewohner eine grüne Oase und belebte Begegnungsstätte gemacht. Gemeinsam schufen die Hausbewohner eine Spielwiese für die Kinder des Hauses, pflanzten Büsche, legten Kräuter- und Gemüsebeete an und bauten einen Grillplatz für gemeinsame Grillabende. Seit 2009 haben die Hausbewohner nicht nur einen gemeinsamen grünen Treffpunkt kreiert, sondern sich auch besser kennen gelernt. Durch das gemeinsame Gärtnern ist die Hausgemeinschaft stärker geworden. Gemeinsam wollen sie auch in Zukunft ihren Hof weiter entwickeln und weitere Zier- und Nutzbeete anlegen. Auch eine Maltafel und eine Vitrine für selbst erschaffende Kunst ist geplant.


Großbeerenstraße, Berlin-Kreuzberg

Buddhastatue auf BrunnenDie letzte Neuigkeit im Hof an der Großbeerenstr. 19/20 ist die im Frühjahr 2011 verdichtete Mittelfläche, die die Hausbewohner zur neuen Rasenfläche umgestalteten. Der 1.000 Quadratmeter große Hof teilt sich in gestalterisch drei Teile. Neben der großen Rasenfläche, gibt es einen großen Spielbereich mit Sandkasten, Schaukel und Planschbecken sowie einer Fläche die als so genannte Chillout Sitz- und Grillecke dient. Ein Hochbeet mit großen Sonnenblumen fällt in dem Hof besonders ins Auge. Die Früchte des gemeinsamen Erdbeerbeetes haben schon auf so manchen Kuchen gefunden, der gemeinsam von den Hausbewohner vernascht wurde. Der Hof wird im Allgemeinen besonders durch das gemeinsame Arbeiten und Zusammensein geprägt. Die Sommerfeste fördern die Hofgemeinschaft und regen zum Gedankenaustausch an. Besonders die Bedürfnisse der Kinder des Hauses werden bei den Planungen immer berücksichtigt.