Berliner Politiker in der Pflicht – Trinkwasser vor Lausitzer Tagebauen schützen

logo KohleausstiegPodiumsdiskussion des Bündnisses Kohleausstieg Berlin am 19.5.2015
Nach der Auftaktveranstaltung „Wie Vattenfalls Tagebaue unser Trinkwasser gefährden“, lädt das Bündnis Kohleausstieg Berlin- in dem auch die GRÜNE LIGA Berlin aktiv ist– nun zu einer weiteren Diskussion ein, in deren Fokus die Trinkwasser-Problematik steht. Es wird über die Möglichkeiten der Einflussnahme durch das Land Berlin auf die Braunkohleverstromung in der Lausitz gesprochen und wie das Berliner Trinkwasser geschützt werden kann.

Gespräch mit: Daniel Buchholz (SPD), Michael Garmer (CDU), Pavel Mayer (Piratenpartei), Michael Schäfer (Bündnis 90/ Die Grünen) und Harald Wolf (Die Linke) – Moderation: Daniela Setton

Dienstag, 19.5.2015, von 18:00 bis 20:00 Uhr
Ort: GLS Bank Berlin. Schumannstraße 10, 10117 Berlin-Mitte

Hintergrund

Berlins Trinkwasser ist durch den massiven Braunkohle-Abbau gefährdet. Durch Verwitterungsprozesse in den Braunkohlegebieten wird das Schwefelsalz Sulfat ausgespült und mit der Spree nach Berlin geschwemmt. Etwa 70 Prozent des Trinkwassers werden als Uferfiltrat aus den Flüssen Havel und Spree gewonnen. Für die Einhaltung eines gesundheitsverträglichen Sulfat-Grenzwertes von 250 mg/l müssen die Wasserbetriebe dem so gewonnen Trinkwasser noch Grundwasser beimischen. Die Berliner Wasserbetriebe haben mittlerweile Bedenken hinsichtlich der Trinkwassergewinnung geäußert.

Im Januar 2015 hat sich das Berliner Abgeordnetenhaus in seltener Einigkeit dafür ausgesprochen, über das gemeinsame Gremium der Landesplanungskonferenz Einfluss auf die Planung neuer Tagebaue zu nehmen. Die Wirksamkeit ist noch unklar, da der Braunkohlenplan für Welzow im Juni 2014 beschlossen worden ist. Eine offene Frage ist auch, welchen Einfluss das Land Berlin auf das gemeinsame Bergamt hat. Die Institution ist die oberste Überwachungsbehörde für Berlin und Brandenburg zusammen. Und genau dieses Bergamt verweigerte bislang strengere Maßnahmen zur Reduzierung von Eisen und Sulfat dem Bergbaubetreiber vorzuschreiben, zu Lasten der Öffentlichkeit.

Weitere Infos: www.kohleausstieg-berlin.de/veranstaltungen


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