Pressemitteilung 03/2006

Berlin, 28. Februar 2006

Vattenfall blockt Erneuerung

Unternehmen betreibt „Dreckschleuder“ Jänschwalde

Anlässlich der Aktionärsversammlung von Vattenfall Europa fordern BUND und GRÜNE LIGA das Energieunternehmen auf, Verantwortung für eine zukunftsfähige Energiepolitik zu übernehmen. Vattenfall Europa und seine Aktionäre setzen bisher auf eine Unternehmenspolitik, die Mensch und Umwelt schädigen.

GRÜNE LIGA und der BUND schreiben Unternehmen wie Vattenfall eine Schlüsselstellung für die Energiepolitik zu. Sie treffen die Strukturentscheidungen, die für die Energieversorgung der nächsten Jahrzehnte ausschlaggebend sein werden.

Unsere energiepolitischen Forderungen werden wir anlässlich der Aktionärsversammlung vor Ort am 1. März (10 Uhr, Hotel Estrel, Sonnenallee 225, 12057 Berlin) nochmals lautstark wiederholen.Die Umweltschutzverbände stellen an Vattenfall und seine Aktionäre konkret folgende Forderungen:

Der Braunkohletagebau muss eingestellt werden, da er Landschaften wie die Lakomaer Teiche zerstört.
Außerdem ist das Verbrennen von Braunkohle energetisch ineffizient und schädigt das Klima.

Der Atomkonsens muss erhalten bleiben.
Wer jetzt fordert, Strommengen von neuen auf alte Atomkraftwerke zu übertragen, stellt den Atomkonsens auf den Kopf. Alte Atomkraftwerke sind mit hohen Sicherheitsrisiken verbunden und müssen abgeschaltet werden. Wer wie der Sprecher des Nuklearbereiches von Vattenfall, Bruno Thomauske, neue Atomkraftwerke bauen will, der missachtet den erklärten Willen der deutschen Bevölkerung.

In Erneuerbare Energien muss investiert werden.
Die großen Energiekonzerne wie Vattenfall machen Milliarden-Gewinne. Doch den Ausbau regenerativer Energien überlassen sie anderen. Eine solche Energiepolitik ist nicht zukunftsfähig. Vattenfall muss endlich auch in Deutschland konsequent in die Produktion von sauberem Strom einsteigen.

Die Kraftwärmekopplung sollte weiter ausgebaut werden.
Berlin ist  d e r  Standort für die Kraftwärmekopplung. Diese umweltfreundliche und energieeffiziente Wärme- und Stromerzeugung muss ausgebaut werden. Und zwar auf Gasbasis und nicht nur in Berlin.

Die Müll-Mitverbrennung in Jänschwalde muss gestoppt werden. Bei der Verbrennung des Mülls in Kraftwerken müssen dieselben Grenzwerte eingehalten werden wie bei einer „normalen“ Müllverbrennungsanlage, da sonst Gifte wie Quecksilber freigesetzt werden. Vattenfall muss in die Technik ihres Braunkohlewerkes Jänschwalde investieren oder die Mitverbrennung einstellen.

Die Transparenz für Verbraucher muss hergestellt werden.
Energieversorger wie Vattenfall machen mit überhöhten Entgelten für die Netznutzung, intransparenten Beschaffungskosten und kostenlos zugeteilten Emissionsrechten Milliardengewinne. Die Rechnung bezahlen die Verbraucher über permanent steigende Energiepreise.

Die Aktionäre haben am 1. März die Wahl, die Energiepolitik von Vattenfall endlich zukunftsfähig zu machen: Ausstieg aus der Atomkraft und der Braunkohle, Einstieg in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien.

Für Rückfragen: BUND-Pressestelle,  879 00-12
GRÜNE LIGA Berlin, Pressestelle,  44 33 91-49, berlin@grueneliga.de


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