Blühende Baumscheiben – hohe Beete – hängende Gärten


Breite Anerkennung für bürgerschaftliches Engagement zur Stadtbegrünung –

Gewinner_innen im Wettbewerb „Urbane Paradiese – unsere grünen Stadträume“ am 20.11.2015 prämiert

In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt wurden die Gewinner_innen des Wettbewerbs der GRÜNEN LIGA Berlin „Urbane Paradiese – unsere grünen Stadträume“ prämiert und mit attraktiven Preisen ausgezeichnet. Mit dem Wettbewerb werden die besten urbanen Gartenprojekte Berlins gewürdigt. In diesem Sommer wurden gemeinsam grüne Kieztreffpunkte und Oasen der Ruhe geschaffen, essbare Schätze gesät und geerntet und dabei Projekte initiiert, die das Zeug dazu haben, über viele Jahre hinweg schöne Blüten und Früchte zu tragen. Hierbei waren Berlinerinnen und Berliner ebenso eifrig dabei wie Menschen, die nach Wochen der Flucht im Garten ihres Übergangsheims kreative Ablenkung suchen.

Umweltstaatssekretär Christian Gaebler: „Berlin ist auch deshalb so lebenswert, weil die Menschen hier engagiert und kreativ ihre Stadt gestalten. Kleine grüne Oasen in der Nachbarschaft sind mehr als ökologische Nischen; sie sind auch Räume für die Menschen, Orte der Kommunikation und der Gemeinschaft. Wir können froh sein, dass es in unserer Stadt so viele urbane Paradiese gibt.“

„Um konkret etwas gegen den Klimawandel zu tun, müssen wir vor der eigenen Haustür beginnen und nicht auf die Weltklimakonferenzen warten. Hier in Berlin gibt es immer mehr Menschen, die mit ihren Gartenprojekten genau das – bewusst oder unbewusst – tun. Diese wollen wir mit unserem Wettbewerb sichtbar machen und würdigen. Denn jeder begrünte Quadratmeter bringt der Stadt einen Nutzen – macht sie lebens- und liebenswert,“ erklärt Karen Thormeyer, Geschäftsführerin der GRÜNEN LIGA Berlin. „Daher sind auch gerade die Kommunen gefordert, dieses Engagement nach besten Kräften zu unterstützen und hier noch viel mehr zu ermöglichen“, so Thormeyer weiter.

Mit Hilfe der Unterstützung zahlreicher Sponsoren – Der Holländer Pflanzencenter, GARDENA, Neudorff, KOSMOS Verlag, Plattform EcoCrowd – und durch finanzielle Unterstützung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt konnten attraktive Preise im Gesamtwert von 5.000 Euro vergeben werden.

Erste Impressionen von der Preisverleihung! Weitere druckfähige Bilder folgen in Kürze.

Beate_Profe_Nikolsburger_Platz Gäste Markus von Schwerin Mietergarten_Rosi Pappelallee Staatssekretär_Christian_Gaebler

Hier finden Sie druckfähige Fotos zu den Gewinnerbeiträgen zum Download

Die Preisträger_innen:

Kategorie Hof & Garten

1. Platz für „Garten der Hoffnung/bustan-ul-amal“, Alfred- Randt-Straße in Berlin-Köpenick

Der Garten bustan-ul-amal ist ein 2015 von Nachbar_innen und Interessierten ehrenamtlich ins Leben gerufener und mit Flüchtlingen betriebener Garten mit Beeten und Hochbeeten auf dem Gelände eines Übergangsheims in Köpenick (Containerdorf). Der Name ist Programm und schafft Gemeinschaft und Hoffnung. Ziel ist die Schaffung eines Ortes der Begegnung, der Kreativität sowie der Selbstversorgung mit aus der ursprünglichen Heimat bekanntem Gemüse. Regelmäßige Feste und Workshops tragen dazu bei. Der Garten soll als Modellprojekt für andere Unterkünfte übertragbar entwickelt werden.

Preis: 500 € Preisgeld

2. Platz Multikulti-Gärtnern zum Zusammenwachsen, Askanierring in Berlin-Spandau
3. Platz für den Mietergarten Rosi, Gipsstraße & Rosenthaler Straße in Berlin-Mitte

Kategorie Dachgarten/Terrasse

1. Platz für „Über den Tellerrand wachsen“, Dachgarten Lenaustraße in Berlin-Neukölln

Das im Juli gestartete Projekt hat eine Wohlfühloase auf dem Dach des Haus­projektes Sharehaus gemeinsam mit der Berliner Stadtmission geschaffen. Entstanden ist ein Dachgarten auf 300 m² Fläche mit Sitzgelegenheiten, einer Vielzahl von Pflanzen und einem Kompost. In Beeten und Kübeln werden Gemüse, Kräuter und Stauden gepflanzt. Das Projekt mit 25 Beteiligten stellt die Gemeinschaft in den Vordergrund. Hier gärtnern Flüchtlinge mit Anwohner_innen generationenübergreifend zusammen. Der Garten als Ort der Begegnung soll weiter ausgebaut werden. In Kooperation mit der Technischen Universität Berlin entwerfen Architekturstudent_innen Pläne zur Gestaltung.

Preis: 500 € Preisgeld

Kategorie Öffentliches Grün

1. Platz für den Nikolsburger Platz zum Essen, Nikolsburger Platz/Trautenaustraße in Berlin-Wilmersdorf

Das Projekt hat sich etwas ganz Außergewöhnliches zum Ziel gesetzt: auf einem öffentlichen Platz mit Unmengen an täglich Vorbeigehenden hat es in Abstimmung mit den zuständigen Behörden eine aufwändige Begrünung gestartet. Unter dem Motto „Platz zum Essen“ pflanzen die Anwohner_innen Stauden, Blumen, Gemüse und Kräuter an. So bietet der Platz Lebensraum und Nahrung für viele Insekten. Die mittlerweile 15 Anwohner_inne gärtnern und ernten gemeinsam. Auf Stelltafeln und im Internet wird ermuntert, sich an dem offenen Projekt zu beteiligen.

Preis: 250 € Gutschein vom Gartencenter Der Holländer, 250 € Gutschein GARDENA Gartengeräte

2. Platz für den Mauergarten im Mauerpark in Berlin-Mitte
3. Platz für den Spreeacker, Wilhelmine-Gemberg-Weg in Berlin-Friedrichshain

Kategorie Straßenraum

1. Platz für das Bepflanzen von Baumscheiben in der Türkenstraße in Berlin-Wedding

Säuberung, Aufschüttung, Bepflanzung, und Neugestaltung des Straßenraums in der Türkenstraße sind ein Beispiel dafür, wie eine Einzelperson durch bürgerliches Engagement andere motivieren kann. Mit der Bepflanzung der Baumscheibe vor ihrem Haus hat die engagierteGärtnerin seit 2013 viele Anwohner_innen und eine Kita mit seiner Verschönerungsidee angesteckt. Selbst, oder durch Spenden organisiert, haben die Baumscheiben nicht nur neue Pflanzen bekommen, sondern sind auch Biotope für kleine Tiere wie Würmer, Schnecken und Bienen geworden.

Preis: 250 € Gutschein vom Gartencenter Der Holländer, 250 € Gutschein GARDENA Gartengeräte

Anerkennung
Weitere Projekte werden für Ihr Engagement mit einer Anerkennung gewürdigt.

In der Kategorie Hof und Garten:

  • Hinterhof Bänschstraße – für das tatkräftige Engagement einer Mieterin im gesamten Hof
  • Menschenskinder Garten Fürstenwalder Straße – für Naturerfahrungsräume für und mit Kindern
  • Helsingsforserstraße – für die Gestaltung eines Permakulturgartens im öffentlichen Raum
  • Hindu Tempel, Kopenhagener Straße – für einen kulturellen Garten für die hinduistische Gemeinde
  • Kita im Känguruh, Marienburger Straße – für Naturerfahrungsräume für und mit Kindern
  • Villa Kuriosum, Scheffelstraße – für die Schaffung eines wilden Gartens mit Kunst und Natur
  • Scheffelstraße – für einen lehrreichen Garten mit Obst und Gemüse
  • Lützowtopia, Wolfsburger Weg – für den therapeutischen Ansatz im gärtnerischen Raum

In der Kategorie Dachgarten:

  • Dachgarten in der Chausseestraße – für die Förderung der Biodiversität

In der Kategorie Straßenraum:

  • Baumscheibe Hindenburgdamm – für die farbenfrohe Gestaltung
  • Mittelstreifen Heilbronner Straße – für die Wiederbelebung einer vernachlässigten Fläche

Fotopreise
Hier werden Fotos prämiert, die durch ihre Stimmung, ihren Blickwinkel, ihr Detail oder ihre Aussage ins Auge fallen. Prämiert wurden Fotos der Projekte Spreeacker, Pappelallee, Max Pflanzen, Mietergarten Rosi und Menschenskinder Garten. Die Fotos sind auf der Webseite zu sehen.

Fotos von der Preisverleihung schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Pressekontakt
GRÜNE LIGA Berlin
Tel. 030 / 44 33 91 – 0
berlin@grueneliga.de

Das Projekt „Der Garten von nebenan – gemeinsam grüne Oasen schaffen“ wird gefördert von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin. Mit freundlicher Unterstützung von: WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte, Der Holländer Pflanzencenter, GARDENA, KOSMOS Verlag, Neudorff und EcoCrowd.


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