Start des Projektes „Zusammen wachsen – Gärtnern als Beitrag zur Integration“

Die GRÜNE LIGA Berlin und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und starten gemeinsam ihr neues Projekt „Zusammen wachsen – Gärtnern als Beitrag zur Integration“ und setzen damit die erfolgreiche Zusammenarbeit zum Thema Urbanes Gärtnern fort.

Staatssekretär Christian Gaebler betonte die Bedeutung des Gärtnerns in der Stadt für alle gesellschaftlichen Gruppen: „Gemeinschaftliches Gärtnern schafft Brücken zwischen den Menschen. Durch das gemeinsame Bauen, Graben und Pflanzen verschwinden Berührungsängste und Vorurteile vor Unbekanntem. Das gemeinsame Gärtnern von geflüchteten Menschen und Berlinerinnen und Berlinern erleichtert auch das Ankommen in und das Identifizieren mit der neuen Heimat.“

Bereits beim Wettbewerb „Urbane Paradiese – unsere grünen Stadträume“ im letzten Jahr wurden Gärten ausgezeichnet, die von Flüchtlingen sowie Berlinerinnen und Berlinern gemeinsam angelegt und betrieben werden: der „Garten der Hoffnung / Bustan-ul-amal“ in Köpenick und der Dachgarten „Über den Tellerrand wachsen“ in Neukölln. „Die Erfahrungen aus unseren Projekten zeigen, dass gemeinschaftlich schon mit wenigen Mitteln tolle Gärten entstehen, die auch über mehrere Jahre gepflegt und mit Freude weiter entwickelt werden. Mit dem aktuellen Projekt wollen wir auch zukünftig Engagement unterstützen und dazu motivieren, neue integrative Gartenprojekte zu starten!“ erklärte Ulrich Nowikow, stellvertretender Geschäftsführer GRÜNE LIGA Berlin.

Der Staatssekretär für Verkehr und Umwelt Christian Gaebler, der stellvertretende Geschäftsführer GRÜNE LIGA Berlin Ulrich Nowikow, die Projektleiterin GRÜNE LIGA Berlin Ines Fischer und der Leiter der Stabsstelle Integration & Ehrenamt in der Notunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf Philipp Bertram geben den Startschuss für das Projekt und bauen gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern die ersten Hochbeete im Hof der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf.

Hier finden Sie Bilder zum Download. Quelle: GRÜNE LIGA Berlin

In der größten Notunterkunft Berlins leben über 1000 Asyl suchende Menschen, vor allem aus Syrien, dem Irak, Eritrea und Afghanistan. Diese Menschen haben hier Aufnahme und dank des ehrenamtlichen Engagements vieler Berlinerinnen und Berliner auch Unterstützung gefunden. Der Hof der Unterkunft ist vollkommen versiegelt und hat Grün dringend nötig. Er bietet großes Potenzial für grüne Begegnungsräume und Möglichkeiten zum gemeinschaftlichen Gärtnern.

Im Rahmen des Projektes „Zusammen wachsen – Gärtnern als Beitrag zur Integration“ unterstützt die GRÜNE LIGA im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit Seminaren, Beratungen und einer Internetseite alle in Berlin lebende Menschen, die an gemeinschaftlichen Gartenprojekten interessiert sind. Sei es beim Gärtnern in Flüchtlingseinrichtungen oder mit Willkommensklassen, beim Anlegen von barrierefreien Gärten, beim Begrünen eines Schulhofes oder des nahen Wohnumfeldes.

Das nun gestartete Projekt wird im nächsten Jahr fortgeführt und im Herbst 2017 mit einem Wettbewerb für integratives Gärtnern seinen Abschluss finden.

Weitere Informationen zum Projekt

Ansprechpartnerin
Ines Fischer
ines.fischer@grueneliga.de
Telefon 030 / 44 33 91 – 44

Das Projekt wird außerdem unterstützt von GARDENA Deutschland GmbH, der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM), dem Holländer Pflanzencenter und der Stiftung Bildung. Werte. Leben.


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