Die schönsten naturnahen Gärten Deutschlands

Gartenwettbewerb kürt Gewinner

Ein halbes Jahr hatte die GRÜNE LIGA Berlin mit ihrem Gartenwettbewerb „Ein Blick über den Gartenzaun“ bundesweit nach den schönsten naturnahen Gärten gesucht. Mitmachen konnten grüne Oasen, die ökologisch und gänzlich ohne den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und Düngern gestaltet und gepflegt werden. 

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Bayern, Berlin und Sachsen; aus diesen Bundesländern kommen die schönsten naturnahen Gärten. In der Kategorie Ziergarten überzeugte Birgit Helbig die Jury mit ihrem 3500 m² großen Garten. Überaus reich strukturiert bietet er mit eigener Sumpfzone, Sandbeet, Steingarten und Wildstauden viele Lebensräume für Vögel, Igel und Wildbienen und Co.

Das Ziel des Wettbewerbs beschreibt Karen Thormeyer, Geschäftsführerin der GRÜNEN LIGA Berlin: „Gärtnern in Deutschland hat eine lange Tradition und ist überaus vielfältig.  Leider erfolgt der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und Bioziden vielerorts weiterhin unbekümmert.  Die Schäden auf Mensch und Umwelt werden oft verdrängt oder sind gar nicht bekannt. Die Wettbewerbsbeiträge zeigen, dass es auch anders geht.  Wir wollen das Engagement ökologischer Gärtner belohnen und sichtbar machen.“

Ihre Erfahrung teilen will auch Bettina Grohnert aus Berlin, die Gewinnerin in der Kategorie Nutzgarten. Dass der Boden ihrer Pionierparzelle für den Gemüseanbau  eigentlich ungeeignet ist hat die passionierte Gärtnerin nicht abgeschreckt. Ihre Lösung sind Hochbeete. Hier vermehrt sie zum Beispiel Tomaten und Chilisorten. Auch sonst lautet ihr Gartencredo: Ausprobieren. Die Ergebnisse veröffentlicht die Berlinerin in Ihrem Onlineblog „Ökopieper“ auf dem sie anderen Kleingärtnern viele Anregungen zum ökologischen Gärtnern gibt.

Wissen teilen und vermitteln ist auch das zentrale Anliegen des Projekts „Giftfreies Gärtnern“, wie die Leiterin Sarah Buron erklärt: „Neben dem Wettbewerb haben wir eine mobile Gartenbox entwickelt. Diese enthält praktische Informationen zu unterschiedlichen Nützlingen, dem ökologischen Umgang mit Schädlingen, Elementen des naturnahen Gartens und zu weiterführenden Themen. Das Ziel ist, das Verständnis für ökologische Zusammenhänge im Garten zu wecken und damit ein natürliches Gleichgewicht zu fördern.“

Verständnis für einen schonenden Umgang mit der Umwelt will schließlich auch der dritte Gewinner des Abends wecken.  Der Stadtgarten Connewitz vom Ökolöwen Umweltbund Leipzig e.V. wurde zum besten Gemeinschaftsgarten gekürt. Seit längerem schon ist der Schau- und Bildungsgarten ein gefragter Ort der Umweltbildung. Mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern wurde er nun zu einem Gemeinschaftsgarten erweitert, in dem seit diesem Jahr gemeinsam Gemüse angebaut und die Ernte geteilt wird.

Bei der Wahl der schönsten Gärten wurde die GRÜNE LIGA Berlin unterstützt von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V., dem Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V. und der Gesellschaft der Staudenfreunde e.V.

Weitere Informationen zum Wettbewerb  und zu allen ausgezeichneten Gartenprojekten finden Sie unter: http://www.giftfreiesgaertnern.de/wettbewerb/

Der Wettbewerb ist Teil des Projekts „Das Who’s Who im quietschfidelen Garten – Giftfreies Gärtnern“ der GRÜNEN LIGA Berlin. Es will das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge im Garten schärfen und gemeinsam mit Gärtner_innen wertvolle Oasen für das Stadtklima und die Biodiversität schaffen und erhalten.


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