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Pressemitteilung 03-17

Lieber dichtend Finger auf das Übel legen, als sich keinen Zentimeter Richtung Zukunft zu bewegen!

GRÜNE LIGA Berlin bedauert das schnelle Aus für die neue Bauernregelkampagne des BMUB

Berlin, 10.02.2017. Endlich wurde einmal mit viel Humor auf ein deutliches Missverhältnis und die durch die Landwirtschaft verursachten Umweltprobleme aufmerksam gemacht. Die Kampagne hat ohne den erhobenen Zeigefinger die dringenden Handlungsbedarfe in der Landwirtschaft aufgezeigt. Von der fehlenden Artenvielfalt, über zu viel Nitrat im Grundwasser, bis hin zur inakzeptablen Massentierhaltung in vielen Betrieben.

Die schärfsten Kritiker entkräfteten diese gereimten Tatsachen nicht, sondern starteten letztlich nur eine Betroffenheitsretourkutsche, statt sich den Fragen zu stellen, die zwischen den gereimten Zeilen stehen. Das zeigt, wie wichtig ein öffentlicher Diskussionsprozess ist, der nicht Meinungen einen Maulkorb verpasst, sondern der Verantwortung für künftige Generationen gerecht wird. Denn wir brauchen eine Agrarpolitik, die sowohl die Interessen und Bedarfe der Landwirte im Blick behält als auch die Auswirkungen auf unsere Natur und Umwelt. Umso schlimmer, dass die Bauern instrumentalisiert und vor den Karren der Agrarlobby gespannt werden.

„Mit großer Sorge blicken wir daher auf die anstehende Debatte um die EU-Agrarpolitik, in der es offensichtlich nicht darum geht, auf die Einhaltung des EU-Düngemittelrechts zu drängen und für Mensch und Tier verträgliche Formen der Tierhaltung zu finden.“ erklärt Karen Thormeyer, Geschäftsführerin der GRÜNEN LIGA Berlin.

Wie dringend notwendig die GRÜNE LIGA Berlin eine ökologische Agrarreform erachtet, zeigt nicht zuletzt auch das Schwerpunktthema des diesjährigen UMWELTFESTIVALS der GRÜNEN  LIGA am 11. Juni am Brandenburger Tor. Unter dem Motto „Biologischer Landbau – gut für uns und gut für‘s Klima“ rückt das Festival die Dringlichkeit der Förderung und des Ausbaus der ökologischen Landwirtschaft in den Blickpunkt und stellt dabei Konzepte und Projekte zum Themenschwerpunkt in den Fokus.