Pressemitteilung 09/2006

Berlin, 22. März 2006


Neue Verordnung in Berlin ohne Nutzen für die Umwelt?

Gesetz über Elektroschrott tritt am 24. März in Kraft
GRÜNE LIGA fordert freiwerdende Gelder der BSR für eine bessere Erfassung von Elektrokleingeräten einzusetzen

In Deutschland tritt am 24. März das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) in Kraft: Es regelt die kostenlose Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von allen Elektrogeräten aus dem Haushalt Damit werden die Verantwortung und die Kosten für die Verwertung und Entsorgung an die Hersteller abgegeben.

Das Nadelöhr bleibt aber die Erfassung und Sammlung der Elektroaltgeräte. Dafür ist in Berlin weiterhin die BSR verantwortlich. Besonders schwierig ist die Erfassung der Elektrokleingeräte wie Föhne, Toaster oder Lockenstäbe. Und für diese ändert sich außer dem Aufdruck eines neuen Symbols leider nichts. Elektrokleingeräte können wie bisher bei den 15 Recyclinghöfen der BSR kostenlos abgegeben werden. Die Erfahrung dieser Praxis zeigt aber, dass die meisten Elektrokleingeräte in den Restmülltonnen verschwinden. Das ist nicht verwunderlich. Im größten Berliner Bezirk Treptow-Köpenick gibt es nur eine Annahmestelle, in den Nachbarbezirken Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg gar keine. Die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist oft schwierig.

„Die BSR soll die eingesparten Gelder für eine bessere Sammlung der Elektrokleingeräte einsetzen.“, fordert Stefan Richter, Geschäftsführer der GRÜNEN LIGA Berlin. Für die Entsorgung und Verwertung von Elektrogeräten musste die BSR im Jahr 2004 1 Mio EUR aufwenden. Das müssen ab dem 24. März die Hersteller finanzieren. Mit den freiwerdenden Mitteln kann es gelingen, Blei, Cadmium und Quecksilber von den Müllverbrennungsanlagen fern zu halten. Wertvolle Ressourcen können einer Wiederverwendung oder einer fachgerechten Entsorgung zugeführt werden.

Die GRÜNE LIGA fordert die Berlinerinnen und Berliner auf, keine Elektrogeräte über die Restmülltonne zu entsorgen. Die Fachhändler und Discounter sollten gebeten werden, ihren Kunden Elektrogeräte kostenfrei abzunehmen. Laut Gesetz können die Händler dieses freiwillig tun, eine Verpflichtung gibt es nicht.

Karen Thormeyer, GRÜNE LIGA Berlin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; Tel.: 030/44 33 91 49


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