Pressemitteilung 7/2008

Berlin, den 29.02.2008

Himmel über Tempelhof

Die Schließung des Flughafens Tempelhof ist eine längst überfällige Maßnahme. Sie sollte Anlass sein, die Diskussion über die Klima- und Lärmbelastung des Flugverkehrs zu intensivieren.
Die GRÜNE LIGA Berlin unterstützt die Schließung des Flughafens Tempelhof. „Die Umweltauswirkungen des Flugverkehrs müssen insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Lärm- und des Klimaschutzes thematisiert werden. Die Schließung von Tempelhof kann dafür ein erster Schritt sein.“, so Stefan Richter, Geschäftsführer der GRÜNEN LIGA Berlin. „Der Fluglärm in Tempelhof erreicht für die Anwohner immer noch Werte von über 80 dB.“, so S. Richter weiter. Die GRÜNE LIGA fordert die Unterstützer und Gegner der Schließung auf, sich über den Flughafen Tempelhof hinaus stärker in die Diskussion darüber, dass der Flugverkehr insgesamt umweltverträglicher werden muss, einzubringen.
Durch den weltweiten Anstieg des Flugverkehrs sind extreme negative Folgen für die Umwelt zu verzeichnen. Nicht nur das bei der Verbrennung von Kerosin entstehende C02 verstärkt den Treibhauseffekt. Die Flugzeuge verursachen in großen Höhen auch die Bildung von Kondensstreifen, Stickoxiden und anderen Schadstoffen, die eine Erwärmung der Erde beschleunigen.
Ein unabdingbarer und dringender Schritt, um den fortschreitenden Klimawandel aufzuhalten ist es daher, der extremen Umweltbelastung durch das Fliegen Rechnung zu tragen und eine drastische Reduzierung des Flugverkehrs zu unterstützen. Dafür sind Maßnahmen zum Abbau von Subventionen sowie Rabatten für Billigfluggesellschaften oder für den Betrieb von Flughäfen notwendig. Außerdem sind eine Flugbenzinsteuer oder Umweltabgaben auf Flugzeugemissionen sinnvoll.
Der Flughafen Tempelhof wird geschlossen werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Senat an der Schließung des Flughafens festhalten wird. Die Schließung des Flughafens Tempelhof bietet neben einer Lärm- und Schadstoffentlastung auch die Chance eine innerstädtische Grünfläche zu gestalten. Das wäre ein wichtiger Schritt im Hinblick auf eine ökologische und soziale Stadtentwicklung Berlins.
„Die GRÜNE LIGA unterstützt eine nachhaltige und naturnahe Gestaltung dieser Fläche, die einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Erhöhung der Lebensqualität leisten würde. Parks und Grünflächen bringen Entlastung, weil sie nicht so viel Wärme speichern. Sie kühlen stärker ab, indem sie große Mengen Wasser verdunsten. Zudem wird ein Stück Natur in die Stadt zurückholt.“, sagt Leif Miller, Vorsitzender der GRÜNEN LIGA Berlin.

Anke Ortmann, GRÜNE LIGA Berlin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 030 / 44 33 91-0, Fax: 030 / 44 33 91-71, anke.ortmann@grueneliga.de


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