Umweltprojekt stärkt die lokale Beteiligung und schützt die Zuflüsse des Sewansees.
In zwölf Dörfern der Regionen Gegharkunik und Vayots Dzor sowie in den Einzugsgebieten von fünf Bergflüssen, die den Sewansee speisen (Gavaraget, Masrik, Argichi, Herher und Arpa) wird das Projekt umgesetzt.
Das neue Umweltprojekt „Saubere Zukunft für Armeniens Bergflüsse“ (07.2026-12.2026) zielt darauf ab, die Bergflüsse Armeniens zu schützen, indem die Kapazitäten lokaler Gemeinden, zivilgesellschaftlicher Organisationen und Umweltinitiativen gestärkt werden.
„Armeniens Bergflüsse sind nicht nur für die lokalen Ökosysteme von entscheidender Bedeutung, sondern auch für die Menschen, deren Lebensgrundlagen und Wohlergehen von ihnen abhängen. Mit diesem Projekt möchten wir eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Freiwilligen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Umweltexpertinnen und -experten aufbauen“, sagte Vitaly Kovalev, Projektleiter bei der GRÜNEN LIGA Berlin.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Gründung und Weiterentwicklung von fünf lokalen Freiwilligengruppen mit dem Namen „Hüter der Flüsse“. Diese Gruppen werden aktive Einwohnerinnen und Einwohner zusammenbringen, insbesondere Jugendliche und Frauen, die sich für den Schutz ihrer lokalen Umwelt engagieren möchten.
Die Mitglieder der Freiwilligengruppen erhalten Schulungen zu Flussökosystemen, Abfallmanagement, kommunalen Initiativen, Freiwilligenmanagement, Umweltrechten und Öffentlichkeitsbeteiligung.
Im Rahmen des Projekts werden außerdem zwölf kommunale Umweltaktionen durchgeführt, die sich auf die Reinigung von Flussufern, die Sammlung und Sortierung von Abfällen sowie die Stärkung des Umweltbewusstseins konzentrieren. An diesen Aktivitäten werden sich Einwohnerinnen und Einwohner, Schulen, Jugendgruppen und Freiwillige verschiedener Organisationen beteiligen.
„Unser Ziel beschränkt sich nicht auf die Durchführung einzelner Reinigungsaktionen. Wir möchten, dass die Menschen vor Ort, insbesondere junge Menschen, langfristig Verantwortung für den Schutz ihrer Flüsse übernehmen und sich aktiv an umweltpolitischen Entscheidungsprozessen beteiligen. Die Freiwilligengruppen werden den Gemeinden dabei helfen, ihre Ideen in konkrete lokale Initiativen umzusetzen“, sagte Narek Grigoryan, Projektkoordinator bei FPAN.
Zu den weiteren Projektaktivitäten gehören Schulungen zum Umweltjournalismus für Journalistinnen, Journalisten, Bloggerinnen und Blogger sowie die kreative Initiative „Stimmen aus den Bergflüssen“. Im Rahmen dieser Initiative werden Wettbewerbe für Kurzvideos, Fotografien und Geschichten für soziale Medien organisiert. Junge Menschen erhalten dadurch die Möglichkeit, die Geschichten ihrer Flüsse zu erzählen und die Öffentlichkeit auf lokale Umweltprobleme aufmerksam zu machen.
Besuche zum Erfahrungsaustausch zwischen den teilnehmenden Gemeinden werden den Freiwilligen ermöglichen, ihre Erfahrungen miteinander zu teilen und voneinander zu lernen. Darüber hinaus ist eine Studienreise nach Deutschland geplant, bei der die Projektteilnehmenden Naturschutzgebiete, Nationalparks und kommunale Umweltinitiativen kennenlernen werden.
Mindestens 330 Personen werden direkt am Projekt teilnehmen. Rund 15.000 weitere Menschen sollen durch öffentliche Veranstaltungen, Kommunikationsmaßnahmen und Umweltbewusstseinskampagnen erreicht werden.
Das Projekt wird gemeinsam von der Armenian Association “For People and Nature” (FPAN) und der GRÜNEN LIGA Berlin e. V. umgesetzt und durch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland finanziell unterstützt.
