Stellungnahme zum Novellierungsentwurf der Düngeverordnung

Foto: Pixabay, Myrimas-Fotos

Die Nährstoffbelastung aus der Landwirtschaft ist deutschlandweit die Hauptursache dafür, dass sämtliche Küstengewässer und die meisten Seen nicht den guten ökologischen Zustand erreichen und sich ein Viertel des Grundwassers in einem schlechten chemischen Zustand befinden. Bei den Fließgewässern stellen Nährstoffe die zweitgrößte Belastungsquelle dar. Der Eintrag von Stickstoffverbindungen mit eutrophierenden und versauernden Wirkungen gefährdet zudem terrestrische Ökosysteme und mehr als die Hälfte aller Gefäßpflanzenarten in Deutschland. Diese Bilanz ist 25 Jahre nach dem Inkrafttreten der europäischen Nitratrichtlinie und ein Jahr nachdem die Umweltziele der Wasserrahmenrichtlinie eigentlich erreicht werden sollten mehr als enttäuschend. Die von der EU-Kommission angemahnte, bislang völlig unzureichende Umsetzung der Nitratrichtlinie wird durch den vorliegenden Entwurf der Düngeverordnung nicht behoben.

Eine deutliche Reduzierung der landwirtschaftlichen Nährstoffeinträge ist zum Erreichen verschiedener, nationaler und europäischer Umweltziele dringend erforderlich. Allein mit der novellierten Düngeverordnung sind die negativen Folgen für Umwelt und Gesundheit, die sich aus der intensiven Land-wirtschaft und Tierhaltung ergeben, nicht lösbar. Dafür sind weitergehende Reformen in der Agrar- und Umweltpolitik unumgänglich.

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► Download: Verbände-Stellungnahme von DNR, DUH, GRÜNE LIGA, NABU, WWF Novellierungsentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) der Düngeverordnung vom 16.12.2015 (405.37KB)

 

 


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