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Natur und deutsche Geschichte – Ausstellung

Die Ausstellung verhandelt Beispiele aus 800 Jahren deutscher Geschichte: von Hildegard von Bingens Begriff der „viriditas“, der grünen Schöpferkraft, im 12. Jahrhundert bis zu der frühen Anti-Atomkraft-Bewegung in Wyhl und den unterschiedlichen Naturkonzepten in beiden Deutschlands im späten 20. Jahrhundert. Die Vereinnahmung des angeblich Natürlichen war zudem eine der ideologischen Grundlagen für die NS-Diktatur, die sowohl die „äußere“ als auch die „innere“ Natur mit einer Unzahl von Gesetzen in ihre Definitionsmacht und Gewalt bringen wollte. Die „Nürnberger Gesetze“ und das „Reichsnaturschutzgesetz“ wurden im selben Jahr erlassen: 1935.

In fünf chronologisch angeordneten Räumen mit verschiedenen Stationen werden die Zeiträume durchschritten. Diese Stationen stellen in Form von „Vignetten“ Ereignisse oder Entwicklungen vor, in denen der Naturbegriff auf markante Weise verändert oder geprägt wurde. Die Ausstellung nimmt die sich wandelnde Bedeutung und Begrifflichkeit von „Natur“ in den Blick und arbeitet sie als politischen Faktor in der deutschen Geschichte heraus. Die historischen Etappen dieses Wandels werden nachgezeichnet, wie auch die Politisierung und Instrumentalisierung des Naturbegriffs in der deutschen Geschichte. Wer definiert, was als Natur gilt? Wer hat Zugriff darauf? Wie verändert sich, was als innere und äußere Natur verstanden wird? Und was passiert, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten, auf die politische Handlungen erfolgen müssen?

Berlin 1923

Das Jahr 1923 wird uns gerade wieder in Erinnerung gebracht. Straßenschlachten und Witwenbälle, Schränker und Ringbrüder. Die Serie Babylon Berlin stellte die sogenannten Goldenen Jahre Berlins anschaulich dar. Alfred Döblin beschrieb sie eindrücklich in seinem Roman um Franz Bieberkopf. Wir begeben uns auf Spurensuche zu den noch auffindbaren Orten des Geschehens rund um den Alexanderplatz.

Aufgrund begrenzter Gruppengröße ist die Teilnahme nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Den Treffpunkt erhalten Sie in Ihrer Anmeldebestätigung.

Info/Anmeldung: (030) 90 29 51 700 oder vhs@ba-pankow.berlin.de

Kursnummer: Pa1131F Kursleiterin: Karen Pastofski

75 Jahre MfS – Zeugnisse aus einem verschwundenen Geheimdienst

Einer der erfolgreichsten wie auch gefürchtetsten Geheimdienste begeht am 8. Februar 2025 seinen 75. Jahrestag – das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR. Grund genug, um mit hochrangigen Vertretern des MfS, dem Auslandsgeheimdienst HVA, aber auch dem Bundesnachrichtendienst (BND) einen Blick auf 40 Jahre Geheimdienstarbeit zu werfen.

Das MfS ist der einzige Geheimdienst der deutschen Geschichte, der umfassend aufgedeckt und aufgearbeitet wurde. Wissenschaftlich ist heute erwiesen, dass das MfS weit hinter den eigenen Ansprüchen zurückblieb, eine allgegenwärtige Staatssicherheit gewesen zu sein.

TEILNEHMER

Heinz Engelhardt MfS-Generalmajor a.D.

Karl Rehbaum MfS-Oberst a.D.

Dr. Bodo Hechelhammer BND Historiker

MODERATION

Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs Politologe