Tschechien

„Energiewende Jetzt! – Zusammen wachsen, Umweltschutz entwickeln“

Im Herbst 2004 startete das Projekt mit dem Titel „Energiewende Jetzt! – Zusammen wachsen, Umweltschutz entwickeln“ in Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen e.V. (UfU) und tschechischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Im Rahmen des vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamtes geförderten Projektes wurden Voraussetzungen für verbesserte kontinuierliche Arbeitsstrukturen im Bereich erneuerbare Energien entwickelt, und der Erfahrungsaustausch der tschechischen NGOs untereinander und mit den deutschen NGOs gefördert. Im Projektverlauf konnte die Debatte um die Ausarbeitung bis zum Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Tschechien mitverfolgt und in drei internationalen Seminaren aufgegriffen werden. Des weiteren fanden Exkursionen und Praktikaaufenthalte in Deutschland und eine Seminarreihe unter dem Motto „Abbau von Vorurteilen“ in Tschechien statt. (www.nachhaltiges-europa.de)

Von 2001 bis 2003 beschäftigten wir uns gemeinsam mit den tschechischen Partnern BEZK mit dem Aufbau eines tschechisch-deutschen elektronischen Umweltinformationssystems als Pilot-Projekt für ein mitteleuropäisches Online-Umweltinformationssystem. Ein Schwerpunkt der Arbeit war die Verbreitung und der erleichterte Zugang zu Umweltinformationen, um so einen Beitrag zur Stärkung des Bewußtseins für die Umweltprobleme in ganz Europa und zur Förderung der Demokratisierung in den Ländern in Mittel- und Osteuropa (MOE) zu leisten. Das Umweltinformationssystem hat die Möglichkeit eröffnet, von einem zentralen Punkt aus verschiedene Informationsquellen zur europäischen Umweltpolitik anzusteuern. Durch die Umsetzung des Projekts wurde die Vielfalt von Informationen, die es zum Thema EU-Umweltpolitik im Internet bereits gibt, überschaubarer und damit für die tschechischen und deutschen Umweltverbände und andere gesellschaftliche Akteure aus beiden Ländern nutzbarer gemacht. (www.ekolist.cz/english)

„Nachhaltigkeit im Erweiterungsprozeß: Umwelt- und sozialverträgliche Projekte in der Tschechischen Republik“

Mit dem im Sommer 2000 begonnenen Projekt wurden zwei Entwicklungsprozesse – Umweltschutz als integraler Bestandteil der EU-Politik und die Erweiterung der Europäischen Union – auf ihren Zusammenhang und ihre praktische Bedeutung für Umweltakteure auf regionaler und lokaler Ebene in der Tschechischen Republik überprüft. Durch die Initiierung eines bereichsübergreifenden Dialoges in einer modellhaften Region wurden neue Anstöße für die praktische Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung im Zuge der EU-Erweiterung gegeben. Es fanden drei aufeinander aufbauende, interdisziplinär besetzte Workshops statt. Die Teilnehmer kamen von im Gebiet aktiven NGOs, aus der Verwaltung, kommunalen, regionalen Vereinigungen und der Wirtschaft. Analog dazu nahmen auskunftsfähige Vertreter einer Region in Deutschland mit ähnlicher Struktur und vergleichbaren Problemen an den Workshops teil und brachten ihre Erfahrungen ein. Mit der Zusammenarbeit zwischen nichtstaatlichen, kommunalen und wirtschaftlichen Akteuren wurde eine dauerhafte Vernetzung erreicht und die gegenseitige Akzeptanz gefördert.


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