Insekt des Monats

© GRÜNE LIGA Berlin

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Haus-Feldwespe (Polistes dominulus)

Die Haus-Feldwespen gehören zu den sozial lebenden Wespenarten, sind aber deutlich friedfertiger als ihre Verwandten Deutsche und Gemeine Wespe und interessieren sich weder für Menschen noch für deren Nahrung. Mehrere Jungköniginnen überwintern gemeinsam und bauen ab April ihre Nester aus papierähnlichem Material. Erst später setzt sich eine der Jungköniginnen durch und wird zur Monarchin, die anderen werden zu Arbeiterinnen herabgestuft. Die Feldwespe ist deutlich schlanker als ihre Verwandten und hat orange gefärbte Fühler und Beine, die im Flug herabhängen. Ihr Hinterleib ist gelb-schwarz gefärbt. Die Drohnen (männliche Wespen) balzen im September um die fruchtbaren Weibchen, diese wiederum suchen sich die Männchen mit den kleinsten und wohlgeformtesten Flecken aus. Wer seinen Garten oder Balkon naturnah gestaltet, unterstützt so auch gleichzeitig Feldwespen. Sie sind gute Insektenjäger und ernähren ihren Nachwuchs mit Fliegen, Mücken und Raupen. Erwachsene Feldwespen sind auch oft auf Blüten anzutreffen, da sie sich auch von Nektar ernähren. Wer ein Feldwespen-Nest in seinem Garten findet, kann dieses beruhigt hängen lassen. Die Feldwespe ist nicht aggressiv, trotzdem sollte für ein friedliches Zusammenleben etwas Sicherheitsabstand gehalten werden. Selbst wenn sie im Extremfall einmal zustechen, bleibt es meist bei einem kurzen Brennen an der Einstichstelle, da ihr Stachel die menschliche Haut kaum durchdringen kann. Auch ihre häufig unter Dachziegeln angelegten Nester bereiten in der Regel dem Menschen keine Probleme.

 

August

Brauner Bär (Arctia caja)

Der Braune Bär wurde vom Naturschutzbund Deutschland zum Schmetterling des Jahres 2021 gewählt. Der Nachtfalter wird deutschlandweit immer weniger. Besonders die Lichtverschmutzung in Städten macht es dem Insekt schwer. Schon jetzt steht er auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten, denn der Rückgang von Hecken und Feldgehölzen in der Landschaft machen ihm zu schaffen. Den Namen Brauner Bär bekam der Falter wahrscheinlich aufgrund seiner stark behaarten Raupen. Wenn du den Braunen Bären unterstützen möchtest, dann kannst du gezielt seine Futterpflanzen wie Mädesüß und Wiesen-Sauerampfer und Hecken wie Himbeersträucher und die Sal-Weide auf Balkon und Garten pflanzen.

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Juli

Goldglänzender Rosenkäfer (Cetonia aurata)

Der Goldglänzende Rosenkäfer ist ein Käfer der Unterfamilie der Rosenkäfer (Cetoniinae) und der einzige seiner Gattung, der heimisch in Europa ist. Er wurde 2000 zum Insekt des Jahres gewählt und gilt in Deutschland zu den geschützten Käferarten. Beheimatet ist der Käfer in Mittel- und Südeuropa sowie in China und Japan. In Nordeuropa ist er allerdings nur selten anzutreffen. Der Käfer ist eng mit dem Mai- und Junikäfer verwandt, zählt aber im Gegensatz zu ihnen zu den Nützlingen. Seine Larven richten keinen Schaden an den Wurzeln von Pflanzen an, sondern fressen nur verrottendes Pflanzenmaterial und tragen so maßgeblich zur Humusbildung bei, insbesondere auf Komposthaufen. Die erwachsenen Käfer ernähren sich von süßen Pflanzensäften und Pollen. Man kann den Rosenkäfer zwischen April und September beobachten, vor allem wenn Rosen, Weißdorn und Holunder im Garten stehen.

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Juni

Schwalbenschwanz (Papilio machaon)

Der Schwalbenschwanz ist, mit seinen bis zu acht Zentimetern Spannweite, neben dem Segelfalterveiner der größten Schmetterlinge Mitteleuropas. Als Wirtspflanze für die Raupen der Schmetterlinge werden Doldenblütler wie die kleine Bibernelle, Fenchel und Dill ausgewählt. Wer also einen Schwalbenschwanz als Gast begrüßen mag, kann Giersch und Wilde Möhre stehen lassen und sich nach der Verpuppung an seinem Anblick freuen. Die Falter hingegen sind auf keine bestimmte Pflanze spezialisiert. Um sich vor Fressfeinden zu schützen, stülpen die Raupen des Schwalbenschwanz, eine sogenannte Nackengabel zwischen Kopf und Brustbereich auf. Diese wirkt nicht nur abschreckend, sondern verfügt auch über Drüsen, die mit einem besonders unangenehm riechenden Geruch Fressfeinde verjagt.

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Mai

Mai-Langhornbiene (Eucera nigrescens)

Die Hauptpollenquelle der Mai-Langhornbiene ist die Zaun-Wicke, deshalb findet man sie vor allem in Gegenden mit großen Wickenbeständen. Pollen sammelt sie ausschließlich von Schmetterlingsblütlern, darunter auch von der Wiesen-Platterbse, dem Roten Wiesenklee und anderen Wicken-Arten. Nektar wird gelegentlich auch an anderen Pflanzenfamilien wie Lippenblütlern getrunken. Die Langhornbiene fliegt von Anfang Mai bis Mitte Juni. Die Männchen sind gut an ihren sehr langen Fühlern zu erkennen. Die der Weibchen sind etwas kürzer. In Berlin gilt die Art aufgrund des Verlusts von Nahrungspflanzen als ausgestorben. Umso wichtiger ist es, für ein verbessertes Nahrungsangebot in der Stadt zu sorgen!

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April

Igelfliege (Tachina fera)

Die Igelfliege fliegt von April bis Oktober. Sie ist weit verbreitet und trotzdem nur sehr selten zu sehen. In ihrer Körpergestalt ähnelt sie der gewöhnlichen Stubenfliege, ihr Körper ist allerdings überwiegend orange-gelb gefärbt und trägt dornförmige abstehende Borstenhaare, die an Igelstacheln erinnern. Die Igelfliege gehört zu den Parasitoiden, das heißt, sie tötet ihren Wirt im Zuge ihrer Entwicklung. Sie legt ihre Eier auf verschiedene Futterpflanzen für Schmetterlingslarven. Dort schlüpft bald die Fliegenlarve und besetzt ihren Wirt, die Raupe. Da sich die Fliegenlarve in verschiedenen Schmetterlingsraupen entwickeln kann, ist sie z.B. in der Forstwirtschaft ein wichtiger Nützling. Die ausgewachsenen Igelfliegen ernähren sich von Nektar und besuchen unter anderem Doldenblütler und Korbblütengewächse.

© Marion Friedrich – arthropodafotos.de

März

Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea)

Die imposante Blauschwarze Holzbiene hat sich erst in den letzten Jahren zunehmend nach Norden verbreitet. Die wärmeliebende Art ist nun auch häufig in Berlin zu beobachten. Bei günstiger Witterung verlässt sie manchmal schon im Februar ihr Winterquartier.

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