Pflanze der Woche

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Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi)

Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Blütezeit: Mai bis Juli
Standort: sonnig
Boden: feucht bis nass, humos, lehmig-tonig
Insekten: langrüsselige, Schmetterlinge und Bienen

Die Kuckucks-Lichtnelke verdankt ihren Namen dem Aberglauben unserer Vorfahren, die sich die schaumartige , die oft an ihrem Stängel zu finden ist, nicht recht erklären konnten. Der Schaum, der im Volksmund auch als „Kuckucksspeichel“ bezeichnet wurde, war im Volksglauben vom Kuckuck verursacht, der mit dem Teufel gleichgemacht wurde. Diese Naturphänomene sind allerdings nichts weiter als die Nester der Schaumzikade, in denen die Zikadenlarven heranwachsen. Die Kuckucks-Lichtnelke hat einen tiefen Kelch, so dass nur langrüsselige Insekten wie Schmetterlinge und langrüsselige Bienen sie bestäuben können. Durch die zerteilten Kronblätter zieht sie besonders viel Aufmerksamkeit der Insekten auf sich.

 

Juli

Gemeiner Odermennig (Agrimonia eupatoria)

Familie: Rosengewächse
Blütezeit: Juni-September
Standort: halbschattig bis sonnig
Boden: locker, durchlässig, kalkhaltig
Insekten: Schwebfliegen, Fliegen, Wildbienen

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Der gemeine Odermennig ist ein heimisches Wildkraut, das häufig auf Magerwiesen und an Waldrändern zu finden ist. Im Mittelalter war das Wildkraut sehr bekannt als Heilpflanze bei Verdauungsbeschwerden oder starkem Husten. Der Odermennig ist eine robuste ausdauernde Pflanze, die auch längere Hitzeperioden gut übersteht. Ihr reichliches Pollenangebot lockt verschiedene Insekten wie Schwebfliegen, Fliegen und Wildbienen an

 

 

Gewöhnlicher Frauenmantel (Alchemilla xanthochlora)

Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Blütezeit: Juni bis Juli
Standort: sonnig bis halbschattig, schattentolerant
Boden: nährstoffreich, durchlässig
Insekten: Fliegen, Wildbienen (u.a. Hummeln)

Der heimische Frauenmantel mit seinen vielen verschiedenen Arten zählt zu den am weitesten verbreiteten Gartenstauden. Er bildet schnell dichte Bestände, die teilweise bis in den frühen Herbst blühen, was Wildbienen und Fliegen freut. Natürlicherweise wächst der Gewöhnliche Frauenmantel zusammen mit anderen Frauenmantelarten auf Hochlandwiesen und Waldichtungen, was vermutlich durch willkürliche Kreuzungen zu den heute so verschiedenen zahlreichen Unterarten geführt hat. Er ist wegen seiner krampflösenden und schmerzlindernden Wirkung ein beliebtes Heilkraut bei Frauenleiden (Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden). Zur Herstellung von Tees sollten die Blätter des Frauenmantels vor der Blüte geerntet werden. Die Pflanze fand schon bei den alten Germanen Verwendung und wurde der Göttin Freya, der Göttin der Fruchtbarkeit, Liebe und des Krieges geweiht, denn aus ihren Tränen soll sie entstanden sein. Die Römer taten es ihnen gleich und weihten sie der Venus.

 

Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)

Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Blütezeit: Juni bis Oktober
Standort: sonnig
Boden: kalkhaltig, durchlässig, nährstoffarm
Insekten: Widderchen (Falter), Schachbrettfalter, Wildbienen u.a.                                          

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Die Tauben-Skabiose ist eine recht anspruchslose Pflanze, die am richtigen Standort keine Pflege benötigt. Sie wächst auf Wiesen, macht sich aber auch gut in Mauerkronen oder im Steingarten. Als alte Heilpflanze wurde sie früher innerlich bei Atembeschwerden angewendet und sollte den Stoffwechsel anregen. Die jungen Blätter der Tauben-Skabiose kann man zudem sehr gut im Salat verwenden.

Juni

Ausdauerndes Sandglöckchen (Jasione laevis)

Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
Blütezeit: Juni bis August
Standort: sonnig
Boden: kalkarm, dicht
Insekten: Wildbienen (z.B. Große Keulhornbiene, Schwarzglänzende Keulhornbiene)

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Das Ausdauernde Sandglöckchen ist eine heimische Staude, die im Schwarzwald und im Pfälzer Wald noch in der freien Natur vorkommen soll. Sie gehört zu den gefährdeten Arten und ist unter anderem ein wichtiger Pollenlieferant für die Große, die Gewöhnliche und die Schwarzglänzende Keulhornbiene, sowie für die Glänzende Schmalbiene. Die zierliche Pflanze ist recht wählerisch was ihren Standort betrifft und zieht kalkarme, sonnige Plätze vor. In einem Steingarten macht sie sich besonders gut.

 

Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)

Familie: Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)
Blütezeit: Juni bis August
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: mäßig feucht, leicht bis mittelschwer
Insekten: Wildbienen inkl. Hummeln

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Der Rote Fingerhut ist eine heimische zweijährige Pflanze, die häufig an Waldrändern oder auf Lichtungen zu finden ist. Auch im Garten fühlt sie sich an halbschattigen Plätzen wohl. Für Menschen ist der Fingerhut stark giftig und darf daher nicht im öffentlichen Raum oder an für Kinder und Haustiere zugängliche Stellen gepflanzt werden. In der richtigen Dosierung liefert er aber noch heute einen der wichtigsten Wirkstoffe für Herzmedikamente. Für Wildbienen, insbesondere Hummeln, ist er aber eine wertvolle Nahrungsquelle. Aufgrund des hohen Mineralstoffgehalts können seine Blätter gut als Gründüngung oder Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt werden.

 

 

 

Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis)

Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
Blütezeit: Juni bis Juli
Standort: vollsonnig
Boden: durchlässig, nährstoffreich, nicht zu kalkreich, mäßig trocken
Insekten: Falter, Raupen (als Futterpflanze), Wildbienen inkl. Hummeln

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Früher wurde die giftige Ochsenzunge zur Gewinnung eines gelben Farbstoffs und als Heilpflanze in der Nähe von Siedlungen angebaut und konnte sich so gut ausbreiten. Die Blätter der Ochsenzunge sind namensgebend, da sie in ihrer Form an eine Ochsenzunge erinnern. Als Nahrungsquelle für Falter, Wildbienen und Hummeln ist der Pollen der Gemeinen Ochsenzunge wichtig, aber auch für die Raupen diverser (Eulen-)Falter ist sie als Futterquelle entscheidend.

 

Großes Immergrün (Vinca major)

Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Blütezeit: April bis Mai, ein zweites Mal im Herbst
Standort: schattig
Boden: mäßig kalkhaltig bis sauer, locker
Insekten: Bienen, Hummeln und Schwebfliegen

Das Große Immergrün ist ein hervorragender Bodendecker, der keine großen Ansprüche hat, außer dass er genug Wasser braucht. Wie der Name schon sagt, ist die Pflanze auch im Winter grün. Ursprünglich aus Vorderasien stammend, wächst das Große Immergrün vielerorts eingebürgert. Es ist von der Blüte übers Blatt bis zur Wurzel giftig. Bienen, Hummeln und Schwebfliegen freut es, genau wie sein kleinerer Verwandter, allerdings sehr.

 

Mai

Schwarzer Senf (Brassica nigra)

Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Blütezeit: Juni bis August
Standort: vollsonnig
Boden: warm und feucht
Insekten: Wildbienen, Käfer, Falter und Fliegen

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Schwarzer Senf ist eine der ältesten Gewürzpflanzen Mitteleuropas und kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Er trägt scharfe Samen, die eine verdauungsfördernde Wirkung haben. Er geht jedoch in der Speisesenfherstellung stark zurück, da andere Sorten milder sind. Als Heilpflanze wird Senf bei Bronchitis und rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Wildbienen, Käfer und vielen  anderen Insekten dient Schwarzer Senf als Nahrungsquelle.

 

Herzblättrige Bergenie (Bergenia cordifolia)

Familie: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)
Blütezeit: April und Mai
Standort: sonnig, halbschattig
Boden: lehmhaltig und humusreich, nährstoffreich, feucht, durchlässig
Insekten: Wildbienen, Schmetterlinge u.a.

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Wegen der großen Blätter und ihrer Robustheit sind Bergenien beliebte Bodendecker im Garten, Steingarten und an Teichufern. Sie ist eine ganzjährige robuste Staude, die 2017 aufgrund ihrer steigenden Beliebtheit zur Pflanze des Jahres gewählt wurde. Zwischen April und Mai öffnen sich die Blüten und locken erste Insekten an. Im Herbst überzeugt die Bergenie durch dekorative Rotfärbung.

 

 

Echter Beinwell (Symphytum grandiflorum)

Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
Blütezeit: Juni bis August
Standort: sonnig
Boden: feucht, nähstoffreich und stickstoffhaltig, schwere Böde
Insekten: Falter (z.B. Weißlinge, Hauhechel-Bläuling)

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Der echte Beinwell braucht als heimische Wildpflanze kaum Pflege und ist häufig in Bauengärten zu finden. Man sollte beachten, dass seine lange Pfahlwurzel das Umpflanzen erschweren kann, wenn er einmal gepflanzt ist. Er lässt sich aber auch gut im Kübel halten. Schon Hildegard von Bingen fand, eine Beinwell-Salbe, aus den Wurzeln der Pflanze, helfe bei Verstauchungen, Prellungen und Muskelverspannungen. Tees aus Beinwellblättern helfen gegen Bronchialbeschwerden. Besonders Falter und Hummeln mit langen Rüsseln freuen sich über den Beinwell.

 

Gefingerter Lerchensporn (Corydalis solida)

Familie: Erdrauchgewächse (Fumariaceae)
Blütezeit: März bis Mai
Standort: halbschattig bis schattige Standorte
Boden: feuchte, durchlässige und humose Böden, nährstoffreich und kalkhaltig
Insekten: langrüsselige Insekten, Falter, Ameisen (Samen)

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Die Samen des Lerchensporns werden von Ameisen verbreitet  die, das fett- und  zuckerreiche Anhängsel (Elaiosom) am Samen fressen.  Das wiederum ist vorteilhaft für die Pflanze, da sie so weit entfernt von der Mutterpflanze eine neue Kolonie bilden kann. Die Pflanze ist vor allem an der Wurzel stark giftig. Sie blüht erst im vierten Jahr und ist mit reichlich Nektar vor allem bei langrüsseligen Insekten sehr beliebt. Hummeln kommen mit ihren kurzen Rüsseln nicht an den Nektar. Sie beißen die Blüten einfach von unten auf und saugen den Nektar, ohne die Pflanze zu bestäuben. Dieses Phänomen nennt man Nektarraub.

 

April

Berberitzen (Berberis-Arten)

Familie: Berberitzengewächse (Berberidaceae)
Blütezeit: April bis Mai
Standort: halbschattig bis sonnig
Boden: trocken bis frisch
Insekten: Wildbienen, Wespen, Fliegen, Käfer

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Die gelben Blüten der Berberitze ziehen unzählige Bienen, Fliegen und Käfer an. Für Vögel ist der stachelige Strauch ein toller Nistplatz, da er sie vor Katzen und andere Nesträubern schützt. Neben der als Garten- und Heckenpflanze beliebten Thungberg-Berberitze (Berberis thunbergii, Bild), eignet sich für die heimische Tierwelt besonders die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris), die zeitweise fast ausgerottet war, weil sie ein Zwischenwirt für Getreidekrankheiten ist.

 

Purpurrote Taubnessel (Lamium purpureum)

Familie: Lippenblütler (Lamiceae)
Blütezeit: März bis Oktober
Standort: halbschattig
Boden: frische, nährstoffreiche, lockere, sandige Böden
Insekten: Wildbienen (inkl. Hummeln), Falter (ausgewachsene Tiere und Raupen, z.B. Achateule, Weißfleck-Widderchen), Großer Wollschweber, Ameisen (Samen)

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Die Purpurrote Taubnessel ist eine Zeigerpflanze die stickstoffhaltige, nährstoffreiche Standorte anzeigt. Ihre Blätter können wunderbar als Wildgemüse in Salaten oder als Spinat zubereitet werden. Sie ist sehr schnellwüchsig und so können pro Jahr drei bis  vier Generationen möglich sein. Da sie eine wichtige Pflanze für frühfliegende nahrungssuchende Hummelköniginnen und Wildbienen ist, sollte man mit dem Sammeln aber lieber die zweite Generation im Jahr abwarten.

 

Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus)

Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Blütezeit: April bis Mai
Standort: halbschattig
Boden: frisch, nährstoffreich, kalkreich
Insekten: Wildbienen (u.a. Hummeln, Rote Mauerbiene), Falter

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Wie der Name schon verrät, sammelt die Platterbsen-Mörtelbiene ihre Pollen hauptsächlich von Platterbsen. Die Frühlings-Platterbse ist die erste blühende Platterbse des Jahres und liefert der Platterbsen-Mörtelbiene somit wichtige Nahrung bei ihren ersten Flügen.  Auch andere Insekten und Wildbienenarten, wie die Rote Mauerbiene, freuen sich über den Pollen der Frühlings-Platterbse.

 

 

Felsen-Steinkraut (Alyssum saxatile)

Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Blütezeit: April bis Mai
Standort: sonnig
Boden: gut durchlässig, trocken und steinig
Insekten: Wildbienen (u.a. Hummeln), Falter

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Das Felsensteinkraut ist nicht zu anspruchsvoll und mag es gerne trocken und warm, ist also perfekt für Leute geeignet, die nicht viel Zeit zur Balkon- und Gartenpflege haben. Es macht sich toll in nährstoffarmen Böden oder an Natursteinmauern und bringt mit seinen vielen Blüten Stärkung für Hummel, Wildbiene, Falter und Co.

 

März

Traubenhyazinthe (Muscari-Arten)

Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Blütezeit: März bis Mai   
Standort: sonnig, warm
Boden: locker, durchlässig, nicht zu feucht
Insekten: Wildbienen (u.a. Gehörnte Mauerbiene)

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Die Gehörnte Mauerbiene beerntet die Traubenhyazinthe auf ihre eigene Weise. Dazu lässt sie den Pollenstaub, aus den Staubbeuteln der Blüte, auf ihren Vorderkopf rieseln und fängt ihn dort mit ihren Hörnchen auf.

 

 

 

 

 

Frühlings-Krokus (Crocus vernus)

Familie: Schwertliliengewächse (Iridaceae)
Blütezeit: Februar bis April
Standort: sonnig
Boden: nährstoffreich, frisch, durchlässig
Insekten: Wildbienen, Fliegen

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Ursprünglich eher im Mittelmeerraum beheimatet, ist der Frühlings-Krokus verwildert fast überall in Deutschland zu finden. Er ist eine der ersten wichtigen Nahrungsquellen im Jahr für frühfliegende Insekten wie Hummeln und Schwebfliegen.

 

 

 

 

Duftveilchen (Viola odorata)

Familie: Veilchengewächse (Violaceae)
Blütezeit: März bis April
Standort: lichter Schatten, halbschattig, unter Gehölzen
Boden: frisch, nährstoffreich
Insekten: Wildbienen inkl. Hummeln, Schmetterlinge (z.B. Distelfalter)

Vielen ist das Duftveilchen, wie schon sein Name verrät, wegen seines lieblichen Duftes bekannt. Doch nicht nur wir Menschen haben das wohlriechende Veilchen sehr gern, auch unsere geflügelten Mitbewohner finden Gefallen an ihm. Für früh im Jahr fliegende Schmetterlingsarten, wie den Distelfalter, ist es mit seinem süßen Nektar eine wichtige Nahrungsquelle.

 

 

Wiesenschlüsselblume (Primula veris)

Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Blütezeit: März bis Mai
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: nährstoffarm
Insekten: langrüsselige Hummeln und Falter, Raupenfutterpflanze für Tagfalter

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Die röhrenförmig verwachsenen Blütenkronen der Wiesenschlüsselblume sind perfekt geeignet für langrüsselige Hummeln und Falter, die sich von ihrem Nektar ernähren. Außerdem dient sie mehreren Tagfalterraupen, wie dem Schlüsselblumen-Würfelfalter, als Futterpflanze. Aber auch Nachtfalter, wie die Raupen der Silbergrauen Bandeule, fressen die Wiesenschlüsselblume gern. Die Loki-Schmidt-Stiftung erklärte die Wiesenschlüsselblume zur Blume des Jahres 2016, um auf sie und ihren drastischen Rückgang aufmerksam zu machen.

 

 

 

 

Gundermann (Glechoma hederacea)

Familie: Lippenblütengewächse (Lamiaceae)
Blütezeit: März bis Juli
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: sandig bis lehmig, mäßig feucht bis feucht
Insekten: Wildbienen (u.a. Pelzbiene), Falter, Käfer, Ameisen, Fliegen

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Der Gundermann ist eine heimische Waldstaude, die schon von den Römern und Germanen als Heilpflanze für Wunden und gegen Würmer verwendet wurde. Äußerlich angewendet hilft er bei Entzündungen.  Der Gundermann macht sich mit seinem würzigen Aroma gut in Salaten und auch unsere heimischen Insekten, z.B. die Pelzbiene und 21 Schmetterlingsarten wie der Aurora- und Zitronenfalter saugen gern seinen Nektar. Für Pferde und auch für Meerschweinchen und Hamster soll er allerdings giftig sein.

 

Februar

Gewöhnlicher Schneeglanz (Chionodoxa luciliae)

Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Blütezeit: Februar bis April
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: trocken bis frisch, locker, steinig, lehmig
Insekten: Wildbienen (u.a. Hummeln), Wespen, Fliegen

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Die hübsche kleine Pflanze mit den blauen Blüten kommt ursprünglich aus dem Bozdag-Gebirge in der westlichen Türkei. Dort wächst sie in bis zu 2.000 Höhenmetern. Unsere heimischen Insekten freuen sich auch sehr über ihren frühen Pollen. Der gewöhnliche Schneeglanz vermehrt sich mit den Jahren selbst durch Brutzwiebeln, es ist also nach erstmaliger Pflanzung keine neue Aussaat notwendig.

 

Schwarze Nieswurz  (Helleborus niger)

Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Blütezeit: Februar bis April, manchmal schon ab November
Standort: halbschattig
Boden: schwer
Insekten: Wildbienen inkl. Hummeln und Falter

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Die auch als Christrose bekannte Pflanze stammt aus den Alpen und ist in Deutschland nur in Bayern wirklich heimisch, aber als Zierpflanze sehr beliebt und ein wichtiger Winterblüher. Das Nektarium, eine Saftdrüse, die den Nektar ausscheidet, absorbiert an der Schwarzen Nieswurz UV-Licht, was sie für UV-sichtige Insekten wie Hummeln besonders anziehend macht. Am geeigneten Standort kann sie bis zu 25 Jahre alt werden.

 

Kissenprimel (Primula vulgaris)

Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Blütezeit: Februar bis Mai
Standort: halbschattig
Boden: lehmig, frisch bis mäßig feucht
Insekten: Wildbienen inkl. Hummeln, Fliegen (u.a. Wollschweber), Falter, Käfer

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Die einheimischen Primelarten wie die Kissenprimel produzieren besonders viel Nektar und Pollen und sind damit im Frühling besonders attraktiv für Insekten wie den Wollschweber oder Hummeln. Sie kommen sich gerne bedienen. In Deutschland und Österreich steht die wilde Kissenprimel als besonders geschützt auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Als Zierpflanze ist sie in vielen Farben erhältlich.

 

Flammendes Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana)

Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Blütezeit: Februar bis Juli
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: sandig, kiesig, mäßig trocken, frisch, locker
Insekten: Wildbienen, Falter und Hummeln

Auch wenn das flammende Käthchen ursprünglich in Madagaskar beheimatet ist, erfreut sich auch unsere heimische Insektenwelt an seinen zahlreichen Blüten. Gerade im Winter ist es als Zimmerpflanze beliebt, kann aber im Frühling nach draußen gestellt oder ausgepflanzt werden und liefert dann Wildbienen, Faltern und Hummeln ein gutes Nahrungsangebot.

 

Januar

Gewöhnliches Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)  
Blütezeit: Februar bis März
Standort: halbschattig
Boden: humusreich, locker, feucht
Insekten: Falter, Hummeln, Wildbienen

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Das Schneeglöckchen gehört zu den ersten Blütenpflanzen des Spätwinters. Da es aber nur noch äußerst selten in der freien Natur vorkommt, steht es in Deutschland unter Naturschutz. Vom frühen Blühen des Schneeglöckchens profitieren viele Insekten, wie Falter, Hummeln und Wildbienen in der noch sehr blütenarmen Zeit zum Jahresbeginn.

 


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