Hintergrund

Wie wichtig eine grüne und damit lebenswertere Stadt zeigt die im folgenden vorgestellte Studie. Auch wenn die Studie weltweit angelegt war, so lassen sich die Ergebnisse auch auf Berlin projizieren – und entsprechende Konsequenzen ziehen.


Studie: 41 Prozent der Eltern gehen nie oder nur selten mit ihren Kindern in Wälder – Kinder verbringen weniger Zeit im Grünen

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Um herauszufinden, welchen Bezug Menschen zu Wäldern, Parkanlagen und Gärten haben, hat die Husqvarna Group 2013 in neun Ländern eine Studie durchgeführt. Zur Husqvarna Group gehören auch die Marken Gardena und McCulloch. Die Ergebnisse sind im „Global Green Space Report 2013“ zusammengefasst. Befragt wurden insgesamt 4.500 Personen in Deutschland, Schweden, China, Russland, USA, Kanada, Australien, Polen und Frankreich. In Deutschland nahmen 530 Menschen an der Umfrage teil.

58 Prozent der deutschen Eltern geben an, dass ihre Kinder weniger Zeit in Wäldern verbringen als sie selbst im Kindesalter. Gleiches sagen 54 Prozent der Eltern über Parkbesuche. Gleichzeitig sagen 41 Prozent der deutschen Eltern, dass sie nie oder nur selten mit ihren Kindern in Wälder gehen.

Zusammenhang von Bildungsgrad und Freizeit im Grünen

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Während 71 Prozent der Eltern mit einem Universitätsabschluss mit ihren Kindern mindestens einmal monatlich Zeit im Grünen verbringen, tun dies nur 47 Prozent der Eltern ohne akademischen Abschluss. Die Bildung der Eltern scheint daher einen erheblichen Einfluss auf die Häufigkeit der gemeinsamen Aufenthalte in Wäldern und Parkanlagen zu haben.

Weltweit wünscht sich die Mehrheit aller befragten Eltern, dass ihre Kinder mehr Zeit in der Natur verbringen. Die Studie zeigt jedoch, dass dieser Wunsch ebenfalls abhängig vom Bildungsgrad der Eltern ist. Während 79 Prozent der Eltern mit einem akademischen Abschluss der Ansicht sind, dass ihre Kinder mehr Zeit in Wäldern verbringen sollten, sind es unter Eltern ohne Universitätsabschlüsse 70 Prozent. Auf Parkanlagen bezogen, hegen 83 Prozent der Eltern mit akademischem Abschluss, aber nur 69 Prozent der Eltern ohne Universitätsabschluss diesen Wunsch.

„Der Global Green Space Report zeigt eindeutig, dass die Anzahl der Aufenthalte in der Natur in den letzten Jahren stark abgenommen hat. Noch beunruhigender ist die Tatsache, dass Kinder heute deutlich weniger Zeit im Grünen verbringen als wir in unserer Kindheit“, so Heribert Wettels von Husqvarna Deutschland.

 

Mehr Grün: Eltern sind bereit, Unterhaltung und Freunde hintenanzustellen

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Um ihren Kindern mehr Zeit im Grünen zu ermöglichen, sind besonders Eltern von Kindern unter acht Jahren, unabhängig vom Bildungsgrad, bereit Opfer zu bringen. 57 Prozent wären sogar geneigt, abseits von Unterhaltungsmöglichkeiten zu wohnen, um der Natur näher zu sein. Im Vergleich dazu würden lediglich 44 Prozent der kinderlosen Erwachsenen umziehen. Des Weiteren zeigen sich 27 Prozent der Eltern mit kleinen Kindern sogar bereit, weiter weg von ihren Freunden zu leben, während nur 18 Prozent der kinderlosen Erwachsenen dies auf sich nehmen würden. Außerdem wären rund 18 Prozent der Eltern mit kleinen Kindern gewillt, höhere Steuern in Kauf nehmen, wenn sie dafür mehr Grünflächen in ihrer Umgebung hätten. Dagegen wären nur je 7 Prozent der kinderlosen Erwachsenen und Eltern mit älteren Kindern dazu bereit, mehr Steuern für mehr Grün zu bezahlen.

Damit Kinder mehr Zeit im Grünen verbringen, befürworten 50 Prozent der Befragten, zusätzliche Schulstunden in den Stundenplan aufzunehmen, in denen sich die Schüler/-innen im Freien aufhalten. Die Studie zeigt darüber hinaus, dass Eltern, die einen Garten besitzen, häufiger auch andere Grünanlagen besuchen als Eltern ohne Zugang zu einem privaten Garten. Eltern und Kinder, die sich regelmäßig im Grünen aufhalten, neigen außerdem dazu, noch häufiger mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Dieser Zusammenhang funktioniert in beide Richtungen: Je häufiger sich Menschen in der Natur aufhalten, desto mehr Zeit wünschen sie sich im Grünen. Je weniger Gelegenheit sie für Aufenthalte im Freien haben, desto eher entfremden sie sich von der Natur.


Weitere Informationen:

www.greenspacereport.com.

Auszüge aus dem Global Garden Report 2012 (Deutsch)

Global Garden Report 2012 ( Englisch)

 


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