Sanierung

Eine Sanierung bietet für Vermieter die Chance, für den Artenschutz tätig zu werden

Um Stadtnatur zu erhalten, sollten Sie Ihr Haus vor einer Sanierung oder einem Umbau auf das Vorhandensein geschützter Tierarten untersuchen lassen oder die Mieter befragen. Liegen Nachweise über eine Besiedlung durch geschützte Arten vor, muss unbedingt ein Befreiungsantrag bei der zuständigen Naturschutzbehörde gestellt werden. Eine Nichtbeachtung der Schutzvorschriften kann einen Baustop nach sich ziehen und somit zu Beeinträchtigungen im Bauablauf führen. Um dies zu vermeiden und angesichts der Sehnsucht vieler Mieter nach Naturnähe sollte es Ihnen ein Anliegen sein, Quartiere der Gebäudebrüter zu erhalten.

Artenschutzrechtliche Vorschriften

Bei der Sanierung ist also das Augenmerk nicht nur auf die Schaffung von Nistmöglichkeiten zu richten, sondern es ist auch der Schutz bestehender Lebensstätten zu berücksichtigen. Die an Gebäuden lebenden Fledermäuse und Vogelarten, mit Ausnahme der Straßentaube, genießen durch das Bundesnaturschutzgesetz besonderen Schutz.
Danach ist es verboten,

  • “wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten” (alle hier besprochenen Arten außer der Straßentaube) “nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören”
  • “wild lebende Tiere der streng geschützten Arten” (u. a. alle Fledermäuse, Greifvögel und Eulen ) “und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert.”

Von den genannten Verboten kann unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. bei erforderlichen Sanierungs- oder Reparaturarbeiten, eine Befreiung erteilt werden. Diese muss vor Beginn der Bau- oder Instandsetzungsarbeiten bei der Obersten Naturschutzbehörde eingeholt werden.

Mit unserem Formular (PDF) können Sie der zuständigen Naturschutzbehörde geschützte Tiere an Gebäuden melden.

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