Dohle

dohle

In der kalten Jahreszeit sieht man die Dohle häufiger in Berlin. Der kleine, knapp taubengroße Krähenvogel verbringt den Sommer in Osteuropa, aber den Winter über bezieht er gerne sein Quartier bei uns. Der aktuelle Brutbestand liegt in Berlin allerdings nur bei höchstens 120 Paaren. In der Stadt ist die Dohle auf geeignete Bruthöhlen und angrenzende Freiflächen zur Nahrungssuche angewiesen. Das Nahrungsspektrum reicht von den verschiedensten pflanzlichen Stoffen über Käfer, Schnecken, Würmer bis hin zu Mäusen. Der Standvogel ist ein typischer Gebäudebrüter. Für seinen Nistplatz werden Höhlen, Nischen und Öffnungen verschiedenster Art oder Kamine und enge Schächte mit bis zu zwei Metern Tiefe genutzt. Die Dohle hat eine starke Brutplatzbindung und brütet gerne gesellig. An geeigneten Plätzen kommt es zur Bildung von größeren Vogelkolonien, von denen in Berlin allerdings keine mehr bekannt sind. Das Dohlenpaar brütet einmal im Jahr. In das aus Zweigen und anderen Materialien gebaute Nest legen die Dohlen vier bis sieben Eier, die etwa 18 Tage bebrütet werden. Die Jungvögel bleiben ca. 35 Tage im Nest. Auch nach dem Ausfliegen werden sie noch bis zu vier Wochen von den Eltern gefüttert.

In Deutschland gehört die Dohle zu den gefährdeten Arten. Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit und ihres breiten Nahrungsspektrums ist ihr Brutbestand in Berlin rückläufig. Neben dem Verlust traditionsreicher Niststandorte gehen auch immer mehr Nahrungsflächen wie Stadtbrachen u.ä. verloren.

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