Hausrotschwanz

Der Hausrotschwanz überwintert am Mittelmeer und trifft jeden April wieder in unseren Breiten ein. Ursprünglich besiedelte er gebirgige Regionen, doch die Berliner Häuserlandschaft bietet dem Vogel genug Nistmöglichkeiten, so dass er sich inzwischen bei uns heimisch fühlt. Bereits in aller Frühe ist sein Gesang, mit dem er sein Revier gegen Nachbarn abgrenzt, zu hören.

Bezüglich der Nistplatzwahl ist der Hausrotschwanz anspruchslos. Sobald sich eine kleine Nische an oder in Gebäuden findet, errichtet er dort sein Nest. Nach einer Brutzeit von 15 Tagen schlüpfen aus den vier bis sechs hellblauen Eiern die Jungen, die nach weiteren 15 Tagen das Nest verlassen. Kurz nach dem Ausfliegen beginnen die Alttiere mit der zweiten Brut. Spätestens Anfang Oktober ziehen die Vögel wieder nach Süden. Durch die milden Winter der vergangenen Jahre begünstigt, bleiben immer mehr Hausrotschwänze ganzjährig bei uns. Der in Berlin vorhandene Bestand von etwa 5.000 Revieren scheint gegenwärtig keine rückläufige Tendenz aufzuweisen. Im innerstädtischen Raum werden die Vögel vorwiegend in Gärten und Industriegebieten ansässig. Ein Vergleich der europäischen Brutvogelbestände zeigt, dass in Deutschland 30 Prozent des Brutbestandes siedeln.

Hieraus ergibt sich eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Art, der durch Nisthilfen unterstützt werden kann.

Zurück


Copyright © 2009 - 2017 GRÜNE LIGA Berlin e.V. Landesverband Berlin - Netzwerk Ökologischer Bewegungen - Alle Rechte vorbehalten.