Haussperling

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Wenn man die zahlreichen Spatzen sieht, die einem bei schönem Wetter in Freiluftgaststätten Gesellschaft leisten, kann man sich kaum vorstellen, dass der Bestand seit Jahren rückläufig ist. So ergaben Untersuchungen in Kreuzberg einen Rückgang von 65 Prozent zwischen 1979 und 1991. Trotzdem ist der Haussperling mit 140.000 Paaren der Vogel, dem man in Berlin am häufigsten begegnet. Gerade der anpassungsfähige Haussperling vermag unterschiedlichste Örtlichkeiten zur Anlage des Nestes zu nutzen. Neben Dachöffnungen, Mauerspalten und Nischen baut er selbst in Leuchtreklamen über Geschäften oder in die wenigen Berliner Storchennester seine Brutstätten. Wenn nun sogar dieser Anpassungskünstler einen Bestandsrückgang aufweist, ist dies ein alarmierender Indikator für die Gefährdung von Arten mit wesentlich höheren Ansprüchen an ihre Niststandorte.

Der Haussperling trägt eine Vielzahl von Materialien in seine Bruthöhle und errichtet ein kugelförmiges Nest, in das er bis zu sieben Eier legt. Sie werden ca. zwölf Tage bebrütet. Nach weiteren 12 bis 18 Tagen verlassen die Jungen das Nest, worauf die Eltern sofort mit einer neuen Brut beginnen. Drei bis vier aufeinander folgende Bruten sind keine Seltenheit. Begünstigt durch das mildere Klima in urbanen Lebensräumen können fast das ganze Jahr über Haussperlingsbruten angetroffen werden.

Die meisten Gelege sind zwischen Ende März und Ende Juli zu finden. Obwohl die Sperlinge in der Regel nur zwei bis drei Jahre alt werden, wurden unter Einsatz der wissenschaftlichen Vogelberingung auch Höchstalter von 14 Jahren festgestellt. Vorwiegend ernähren sich die Sperlinge von Sämereien. Während der Aufzucht der Jungen wird allerdings auch ein Großteil Insekten erbeutet und verfüttert.

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