Mehlschwalbe

mehlschwalbe

Ab Mitte April kommt die Mehlschwalbe aus ihren afrikanischen Winterquartieren in den europäischen Brutgebieten an. Die Mehlschwalbe ist gut zu erkennen an ihrem gabelförmigen Schwanz und dem auffallend weißen Bürzel. Sie baut kunstvollen Nester aus mit Speichel vermischtem Lehm – bevorzugt unter Dachtraufen oder Balkonen, wobei sie mitunter auch Vorjahresnester wiederverwertet und mit Federn, Moos und Halmen ausgekleidet. Im Mai werden vier bis fünf Eier abgelegt und etwa 15 Tage bebrütet. Nach längstens 30 Tagen verlassen die Jungen das Nest. Die Nahrung der Mehlschwalben besteht aus Fluginsekten.

Auch nach dem Ausfliegen kehren die Jungen noch in das angestammte Nest zurück. Häufig finden zwei Bruten statt, bis die Schwalben im September ihre Wanderung in die Winterquartiere beginnen. Die in der Innenstadt lebenden Vögel holen sich mitunter ihr Nestmaterial aus den Dachrinnen, woraus die auffallend schwarzen Nester entstehen. Für den naturinteressierten Großstädter bietet sich die Möglichkeit, den Schwalben Nisthilfen an Balkonen und Fenstersimsen anzubieten. Es gibt in Berlin derzeit gut 8.000 Brutpaare der Mehlschwalbe. In den letzten Jahren konnte ein leichter Bestandsanstieg registriert werden, was vor allem mit der Besiedelung von Neubaukomplexen am Rande Berlins erklärt werden kann.

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