Turmfalke

 

Der Turmfalke hat sich die Stadt als Lebensraum erschlossen. Hier findet der kleine Greifvogel an Gebäuden geeignete Plätze zum Nisten und genügend Nahrung zur Aufzucht der Jungen. Auch wenn wir heute noch im Berliner Stadtgebiet das laute und durchdringende “kli kli kli ” der Falken vernehmen können, sollte das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Brutbestand in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat. Ohne das gezielte Anbringen von Nistkästen an hohen und freistehenden Gebäuden wäre der Bestand heute noch geringer. In Berlin siedeln nur rund 200 Paare. Alte Baumnester wie zum Beispiel Krähennester oder Greifvogelhorste werden heutzutage offensichtlich nicht mehr von den Falken genutzt. Heute nisten alle Berliner Turmfalken in Nischen an Gebäuden oder eben in speziell für den Turmfalken angebrachten Nistkästen. Hier werden vier bis sechs Eier abgelegt und etwa 30 Tage bebrütet. Anschließend versorgen beide Altvögel die Jungfalken mit Futter, wozu Mäuse, Eidechsen, Kleinvögel, aber auch Insekten gehören. Nach 30 Tagen Nestlingszeit fliegt der Nachwuchs aus. Auch vier Wochen nach dem Ausfliegen – der sogenannten Bettelflugphase – werden die Jungen noch von den Altvögeln betreut. Die Turmfalken bleiben ganzjährig in ihren Revieren.

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