Straßenbäume

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Berlin gilt als eine der grünsten Städte Deutschlands – nicht zuletzt auch dank seiner vielen Straßenbäume. Doch die Straßenbäume haben es schwer: Abgasen, Streusalz und Hundeexkrementen ausgeliefert, sind sie dankbar für jede Pflege, die ihnen gedeiht.
Aufgrund der hohen Belastung fallen viele Bäume dann der Säge zum Opfer. Den verantwortlichen Grünflächenämtern fehlt aber oft das Geld für eine Nachpflanzung.

Eigeninitiative ist gefragt! Ein gutes Beispiel dafür sind die Bewohner des Gleimviertels im Berliner Prenzlauer Berg. Dank ihres Engagements wurden und werden dort nicht nur immer mehr Bäume durch die Bewohner nachgepflanzt, es konnten auch etliche bisher vor der Säge gerettet werden. Die Initiative findet immer mehr Anhänger, ist auch im Mauerpark mit der Aktion Landnahme aktiv und weitet sich auch erfolgreich in die angrenzenden Viertel aus. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite www.gleimviertel.de.

 

Einen Baum pflanzen

Wie sieht das von der rechtlichen Seite aus?
Unseres Wissens nach ist es nicht verboten, Bäume zu pflanzen. Jeoch wird  es vom Bezirksamt meist nicht gerne gesehen; in vielen Stadtbezirken wird es aber geduldet. Gut ist es, sich vorher mit den Ämtern zu einigen, da der Baum sonst von der nächsten Pflegetruppe schnell wieder entfernt werden könnte. Die Gründe dafür können vielfältig sein: nicht standsicher, nicht gepflegt, passt nicht ins Straßenbild. Da hilft dann nur noch Guerillia-Gardening!
Wofür Sie theoretisch haften müssten, sind mögliche Schäden, die durch Sie oder Ihren Baum verursacht werden könnten. Dies betrifft vor allem die Versorgungsleitungen unter den Gehsteigen oder auch, wenn das Pflaster um den Baum herum beim Pflanzen beschädigt wird. Auch Schäden durch umfallende Bäume könnten Ärger bedeuten. Doch sollte einen das nicht vom Pflanzen abhalten.

Wann kann ich Bäume pflanzen?
Im Frühjahr bevor die Bäume treiben, oder im Herbst.

Woher bekomme ich den Baum?
Kleine Bäume kann man sich zum Beispiel von brachliegenden Baugrundstücken holen, so klar ist, dass dieser aufgrund einer späteren Bebauung sowieso der Säge zum Opfer fällt. Eine andere Möglichkeit ist es, bei Baumschulen nachzufragen, ob ein Baum günstig abzugeben ist, vielleicht weil er aufgrund eines kleinen Schadens nicht mehr verkäuflich ist.

Welcher Baum ist der richtige?
Orientieren Sie sich an den Straßenbäumen in der Umgebung. Die häufigsten Sorten sind Linde, Ahorn, Kastanie (nur noch rotblühende verwenden, die weißblühenden leiden unter der Miniermotte) und viele andere.  Je größer der Baum ist, desto weniger ist er durch Vandalismus gefährdet. Bäume, die etwa 3-4 Meter groß sind, lassen sich noch ganz gut transportieren. Aus Sicht des Amtes muß ein Straßenbaum bestimmte Kriterien erfüllen, damit er lange im Straßenraum wachsen kann: Es soll keine Birke oder Weide sein und der Baum muß einen geraden Wuchs und einen hohen Stamm haben, an dem die Äste erst ab einer bestimmten Höhe beginnen.

Erwachsener Baum

Wie gehe ich vor?
Schauen Sie sich die leerstehende Baumscheibe an. Wächst darauf „Unkraut“ oder Gras, dann ist dies ein gutes Zeichen. Hier hat auch Ihr Baum eine gute Chance anzuwachsen. Wächst gar nichts auf der Baumscheibe, so ist es sinnvoll, den Boden auszutauschen, was einen größeren Aufwand bedeutet oder zunächst Klee auszusäen, um den Boden zu verbessern und im nächsten Jahr einen Baum zu pflanzen. Vorbereitend haben sich bestimmte Präparate als sehr hiflreich erwiesen (siehe weiter oben: „Was jeder für den Straßenbaum …“). Wenn Sie den Baum von einer Brachfläche o.ä. ausgraben, ist es wichtig darauf zu achten, dass die Wurzeln nicht zu lange ungeschützt an der Luft sind. Wickeln Sie ein feuchtes Tuch, eine Plastiktüte oder etwas Ähnliches um den Wurzelballen. Vor allem Wind tut den Wurzeln nicht gut. Beim Einpflanzen den Baum genauso tief einsetzen, wie er vorher stand. Nachdem Sie das Loch wieder mit Erde aufgefüllt haben, rütteln Sie einige Male am Stamm, damit sich die Erde zwischen die Wurzeln setzt. Gießen Sie den Baum gründlich an.

Wie geht’s weiter?
Fragen Sie jemanden, ob er oder sie mitmachen will, zu zweit macht es mehr Spaß. Wächst Ihr Baum nicht an oder wird er kaputt gemacht, ist das zwar traurig, doch so etwas passiert. Lassen Sie sich nicht entmutigen!

 


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