Landesgartenschau Wittstock

GRÜNE LIGA organisiert Grünes Klassenzimmer

In einem Jahr wird die Landesgartenschau in Wittstock eröffnet

Überrascht und beeindruckt stehen Besucherinnen und Besucher an der Stadtmauer im fast 800-jährigen Wittstock an der Dosse im Nordwesten von Brandenburg. Jahrhundertelang galt die Stadt durch dieses rote Backsteinband als uneinnehmbar. Derzeit allerdings erobern die Vorboten der Landesgartenschau (Laga) die Rosenstadt. Vom 18. April bis 6. Oktober 2019 wird der historische Ringwall zur einzigartigen Kulisse für Brandenburgs Gartenfest. Der Amtshof der ehrwürdigen Bischofsburg aus dem 13. Jahrhundert bildet dann den imposanten Rahmen für zahlreiche Veranstaltungen. Nur ein paar Schritte weiter lässt sich die attraktive Altstadt zu Fuß erkunden. Die Verbundenheit von Geschichte, Natur und Kultur werden in Wittstock besonders erlebbar – und das wird sich auch in den Angeboten der Gartenschau wiederspiegeln.

Bildung wird eines der Kernthemen der Laga 2019 sein. Hierfür wurde die GRÜNE LIGA Berlin beauftragt, das Programm des „Grünen Klassenzimmers“ zu konzipieren und umzusetzen. Nachdem der Umweltverband bereits 2009 Erfahrungen bei der Landesgartenschau in Oranienburg gesammelt hatte, war er im letzten Jahr Kooperationspartner der Internationalen Gartenausstellung IGA in Berlin (Der Rabe Ralf berichtete). Den sogenannten IGA-Campus mit seinem umfangreichen Bildungsprogramm besuchten mehr als 50.000 Schülerinnen und Schüler. In einer Vorstudie zum Grünen Klassenzimmer für die Schau in Wittstock wurden Anfang dieses Jahres Schulen, Kindergärten, Sozialträger und aktive Vereine in der Region zu ihren Interessen und Kapazitäten für Projektbeteiligungen befragt. Ganz wichtig ist den Trägern und Auftragnehmern der Laga die nachhaltige Wirkung des Grünen Klassenzimmers. Es soll als alternativer Lernort entstehen, sich in die regionale Bildungslandschaft einfügen und Impulse geben, um vorhandene Kräfte zu bündeln und neue Akteure einzubeziehen.

Eigenständiges Forschen und Entdecken

Grundlage für die Natur- und Umweltbildungsangebote des Grünen Klassenzimmers ist die Auffassung, dass die Menschheit untrennbar mit der Natur um sie herum verbunden ist. Die Natur wird nicht mehr nur als „Lagerhaus“ von Ressourcen verstanden. Die Beobachtung von Pflanzen und Tiere mit allen Sinnen, projektbezogene Seminare, kleine Exkursionen sowie landschafts- und gartengestaltende Elemente sollen eine Brücke schlagen zum eigenen Selbstverständnis. Das Grüne Klassenzimmer ist ein gut geeigneter Lernrahmen, um Kindern und Jugendlichen durch eigenständiges Forschen und Entdecken die Geheimnisse der Natur, der Lebensprozesse und der Energiekreisläufe näherzubringen und so entscheidende Grundsteine für ihren späteren Umgang mit der Natur zu legen.

Die Veranstaltungen an Schultagen werden in der Regel 90 Minuten lang sein und folgende Themen behandeln: Natur und Umwelt, Gärtnern und Pflanzen, Eine Welt, Ernährung und Gesundheit, Bewegung und Lernförderung, Kunst und Medien, Grüne Berufe – Berufsorientierung, Kulturregion Wittstock. Zum letztgenannten Thema soll das bedeutende Museum in Wittstock soll mit einer eigenen Veranstaltungsreihe einbezogen werden. Engagierte Einzelpersonen, Bildungsorganisationen und Vereine aus der Region sind zurzeit dabei, ihre Veranstaltungsangebote zu entwickeln. Zum Beginn des neuen Schuljahres soll das fertige Programm präsentiert werden, so dass Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen ihre Planungen für 2019 vornehmen können. Man darf gespannt sein, was da entsteht!

Dagmar Krawczik

Aus RABE RALF April/Mai 2018

Weitere Informationen:

laga2019@grueneliga-berlin.de


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