Pressemitteilung: Eine Woche vor der Wahl – Festival-Stimmung mit politischen Themen ohne Wahlkampf

Das 26. Umweltfestival des GRÜNE LIGA Berlin e.V. feierte endlich wieder live und in Farbe in der Kulturbrauerei. 2021 startete das Umweltfestival mit einer konkreten politischen Forderung an die zukünftige Regierung. Das Regierungshandeln muss – auch in Berlin – eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie umsetzen und Aspekte wie Klimaschutz und Gesundheit zusammendenken.

Neben kulturell-wissenschaftlicher und musikalischer Unterhaltung ging es um eins der drängendsten Themen der Zeit: die Digitalisierung. Das Umweltfestival greift dieses mit dem Motto Digitalisierung? Natürlich nachhaltig! auf: „Einerseits bietet die Digitalisierung neue Möglichkeiten für eine umweltfreundlichere, ressourceneffizientere und umfassendere Entwicklung. Andererseits könnte es, wenn es nicht nachhaltig weiterentwickelt wird, immer mehr Energie und Rohstoffe verbrauchen, unökologische Verbrauchsmuster verstärken und den Ressourcenverbrauch und Elektroschrott erhöhen.“ Begründet Leif Miller Landesvorsitzender des GRÜNE LIGA e.V. die Themenwahl „Eine umfassende und richtungsweisende Analyse der positiven und negativen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Umwelt ist dringender denn je notwendig.“ so Miller weiter.

Ein Teil der 60 Ausstellungsstände und das vielfältige Bühnenprogramm blickten aus verschiedenen Perspektiven auf Digitalisierung und diskutierten mit Expert*innen über Chancen und Risiken.

Kunst-Stoffe e.V. gewinnt den Großen Preis des Umweltfestivals

Ein Highlight des Umweltfestivals war die Preisverleihung des „Großen Preis“, der allen real und digital teilnehmenden Initiativen, Organisationen und Unternehmen die Chance gab, ihre Ideen und Produkte in Bezug auf Vorbildfunktion, Sinnhaftigkeit, Ökologie, Alltagstauglichkeit und Fairness unter die Lupe nehmen zu lassen. Alle diesjährigen Gewinner*innen zeichnen sich durch kreislaufbasierte Ansätze und einen respektvollen Umgang mit Natur und Umwelt aus.

Der „Große Preis des Umweltfestivals“ ging 2021 an Kunst-Stoffe e.V., mit der Idee im Haus der Materialisierung ein „Zentrum für klimaschonende Ressourcennutzung“ aufzubauen. Zentrale Angebote des Vereins sind Sharing, Re-Use, Repairing und Upcycling.

Darüber hinaus hat die Jury zwei besondere Anerkennung vergeben. Eine erhielt die WERKHAUS Design + Produktion GmbH für ihr neuartiges und nachhaltiges Urlaubscamp im Dorf Hitzacker. Mit dem Projekt soll u.a. der nachhaltige Tourismus innerhalb Deutschlands gefördert werden.

Die Take a Garden UG erhielt ebenfalls die besondere Anerkennung für ihre Idee, Grünflächen für die Freizeitnutzung auf einer Online-Plattform zu vermitteln. Sie möchten so allen Menschen einen besseren Zugang zu mehr Grün, Erholung und Freizeitaktivitäten ermöglichen. Den Publikumspreis erhielt a tip:tap e.V. – sie konnten die meisten Likes der Besucher*innen auf ihrem Stand beim digitalen Umweltfestival sammeln.

Bunt, außergewöhnlich und gemütlich

10.000 Interessierte fanden am Sonntag den Weg in die Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg, um sich über Umwelt, Natur, Nachhaltigkeit und vieles mehr zu informieren und ein buntes Programm und leckeres Streetfood zu genießen. Es gab spannende Spiele, kostenfreie Beratungen, die Vorstellung nachhaltiger Produkte, Mitmach-Aktionen und vieles mehr. Für jede Altersgruppe gab’s etwas zum Sehen, Mitmachen und Hören.

Nach dem Festival ist vor der „Woche der Nachhaltigkeit“

An das reale Umweltfestival schließt sich vom 21.-24.09. ein digitales Programm an, neben Ausschnitten aus dem Bühnenprogramm, gibt es Workshops und spannendes Wissen über Ökolandbau, Umweltbildung und Nachhaltigkeitsstrategien. Alle Informationen zum Programm unter www.umweltfestival.de

Das UMWELTFESTIVAL 2021 wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie vom Umweltbundesamt gefördert. Hauptsponsoren sind GASAG AG, Fachverband für Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V., Alnatura Produktions- und Handels GmbH, Ulrich Walter GmbH Lebensbaum, Umweltbank AG und BSR. Kooperationspartner sind der NABU, die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. und der ADFC Berlin.


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