Staudenbeete

Eibisch

Stauden sind mehrjährige Pflanzen, deren oberirdische Teile im Gegensatz zu Sträuchern und Bäumen nicht verholzen. Andere „krautige“ Pflanzen sind ein- oder zweijährig und müssen neu ausgesät werden, während die Stauden bei richtiger Pflege über einen langen Zeitraum jedes Jahr wieder neu austreiben.

Ein Beet mit einheimischen Blütenstauden lässt einen Hinterhof nicht nur in einem anderem Licht erscheinen, sondern bietet einer Vielzahl von Tieren Unterschlupf. Am wichtigsten ist jedoch ihre Bedeutung als Nahrungsquelle für Insekten.

Um den Tieren die Nektar- und Pollenaufnahme und die Bestäubung zu ermöglichen, sollte bei der Pflanzenauswahl auf Stauden mit ungefüllten Blüten geachtet werden. Bei Pflanzen mit gefüllten Blüten ist/sind ein Teil oder alle Staubblätter dieser Sorten in dekorative Blütenblätter umgewandelt und somit nicht mehr für die Insekten als Nahrung geeignet. Wichtig ist auch die Auswahl an heimischen Arten, da unsere Tierwelt an diese angepasst und nur schwer an Pflanzen aus fernen Ländern „zu gewöhnen“ ist. Nicht nur die Nahrungsquelle geht mit solchen Stauden verloren, auch die Bedeutung der Insekten als Bestäuber.

Daher ist es sinnvoll unsere heimische Vielfalt durch entsprechende Stauden zu fördern. Schon ein kleines gemischtes Blumenbeet ist für viele Insekten ein Paradies. Für Abwechslung zwischen den Jahreszeiten wird gesorgt, indem Stauden gepflanzt werden, die vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein blühen. Werden am Rand einige laubwerfende Gehölze platziert, findet sich für Larven und Raupen sogar im Winter ein Unterschlupf. Zu achten ist immer auf den Schattenwurf der Gehölze, damit sonnenliebende Stauden und Sommerblumen nicht benachteiligt werden.

Duftbeete

Foto: Stiftung Naturschutz Berlin

Duftbeete werden mit Kräutern und Stauden versehen, deren Wurzeln, Stängel, Blätter oder Blüten Düfte verbreiten. Hierbei geht es nicht nur um das Kennenlernen der Duftstoffe und ihrer ökologischen Bedeutung, sondern auch um die Sensibilisierung des eigenen Geruchssinnes.

Duftbeete können entlang von Sitzplätzen, Terrassen und Wegen angelegt und günstigenfalls mit Hecken oder Trockenmauern gegen den Wind abgeschirmt werden. Steht nur ein kleiner Platz zur Verfügung, reicht oft schon eine Pflanzung in Balkonkästen, Kübeln, Schalen oder Töpfen. Bepflanzt werden sie mit duftenden Sommerblumen, Kräutern, Kletter-  oder Kübelpflanzen.

Duftende Pfade entlang sonniger Treppen und Wege werden von Lavendel, Römischer Kamille, Thymian oder Zitronen-Thymian gesäumt. Tore, Spaliere, Pergolen und Lauben können mit duftenden Kletterpflanzen begrünt werden. Dazu gehören u.a. Berg-Waldrebe, Kletter-Rosen, Blauregen, Duftwicke, Feldrose oder Geißblatt. Selbst für Nachtschwärmer gibt es Pflanzen, die ihren vollen Duft erst nach der Dämmerung entfalten. Dazu gehören: Geißblatt, Nachtviole, Nachtkerze, Stechapfel und Ziertabak. Für halbschattige und feuchte Lagen eignen sich Polei-Minze oder Fiederpolster.
Tabelle Duftpflanzen

 

Mehr Informationen zum Thema:

http://www.giftfreiesgaertnern.de/gartenbox/gartenelemente/wildstauden/

http://www.lwg.bayern.de


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