Kompostierung

Ein Kompost ist eine einfache und kostengünstige Art, um aus Haushalts- und Gartenabfällen nährstoffreichen Humus zu gewinnen, der dann zur Düngung von Gemüse, Blumen und anderen Pflanzen genutzt werden kann. Bei der Kompostierung wird organisches Material durch Klein- und Kleinstlebewesen wie Regenwürmer, Asseln, Pilze und Bakterien unter Sauerstoffzufuhr zersetzt.

Kürbis am Kompostplatz
© Maria Lanznaste / PIXELIO

Der richtige Standort für einen Kompost sollte etwas schattig und windgeschützt liegen. Man kann sowohl einen einfachen Haufen anlegen als auch eine Kompostkiste verwenden. Dabei ist in jedem Fall auf eine gute Belüftung zu achten, z.B. durch die Verwendung von Belüftungsröhren aus Kunststoff oder Latten beim Bau einer Kompostkiste. Als begrenzendes Material der Kompostkiste sollte man auf verwitterungsbeständiges Holz, wie beispielsweise Lärchenholz, zurückgreifen. Gelangt nicht genügend Sauerstoff in den Komposthaufen, kommt es zu anaeroben Fäulnisprozessen und damit zur unangenehmen Geruchsbildung. Ein gut belüfteter Komposthaufen sollte nicht schlecht riechen. Wichtig ist auch ein geregelter Feuchtigkeitshaushalt; ein Kompost darf während des Kompostierungsvorganges weder austrocknen noch zu nass sein.

Außerdem sollte der Kompost keinen Boden besitzen, damit Erdkontakt besteht und Bodenlebewesen angezogen werden. Gekaufte Kompoststarter und ähnliche Zusätze sind nicht nötig, günstig ist es aber, einen neuen Kompost zu “impfen”, indem man etwas Material von einem alten dazu gibt. Das können z.B. auch ausgesiebte Reste vom letzten Kompost sein. Dadurch wird eine lebendige Kompostfauna eingeführt, die sich schnell vermehrt und damit die Zersetzung gewährleistet.

Als Material für einen Kompost kommen verrottbare Abfälle aus Küche und Garten in Frage. Wie rohe Obst- und Gemüseabfälle, Kaffee- und Teesud, zerkleinerte Eierschalen, gebrauchte Küchenrollen, Topfpflanzen und Schnittblumen (aus Bioanbau und fairem Handel). Aus dem Garten: stark zerkleinerter Stauden- und Strauchschnitt, Pflanzenabfälle, Laub, Rasen- und Grasschnitt, gejätetes Unkraut (außer Quecke und Giersch). Außerdem: Kleintierstreu, Gesteinsmehl und kleinere Mengen Holzasche und Stroh. Es wird davon abgeraten, gekochte Essensreste oder gespritzte Südfrüchte im Kompost zu entsorgen, da dies die Schimmelbildung fördert und Ratten anziehen kann. Zudem möchte man die Pestizide von gespritzten Südfrüchten nicht wieder in den Gartenkreislauf einbringen.

Das Material, welches dem Kompost hinzugefügt wird, sollte immer gut durchmischt oder in dünnen Schichten aufgebracht werden. Also feuchtes Material wie frisch geschnittenes Gras mit trockenem Material wie Holz- oder Rindenhäcksel abwechseln. Andernfalls drohen anaerobe Fäulnisprozesse. Den Kompost zu wenden, beschleunigt den Verrottungsvorgang, ist aber nicht unbedingt notwendig.

Die Dauer der Kompostierung hängt von der Durchmischung und Art der Kompostierung ab. Auch das verwendete Ausgangsmaterial spielt eine große Rolle. Ob ein Kompost reif ist, erkennt man an der krümeligen Struktur, dem Geruch nach Walderde und daran, dass sich die Kompostwürmer aufgrund des Mangels an Nahrung weitgehend zurückgezogen haben. Reif – also vollständig verrottet – sollte der Kompost nach etwa 6 bis 12 Monaten sein. Er wird dann entweder in den Boden eingearbeitet – d.h. mit untergegraben – oder vor dem Einfüllen in die Pflanzgefäße im Verhältnis 1 Teil Kompost/ 2 Teile alter Boden gemischt. Er ersetzt Dünger, Torf und zugekaufte Erde. Durch ein großes Sieb geworfen, erhält man feine Aussaaterde und die Reste davon können als Starter auf den nächsten Kompost gegeben werden. Unreifen Kompost kann man auch schon nach drei Monaten als Mulch verwenden, das heißt den offenen Boden von Gemüse- oder Blumenbeeten sowie Sträuchern und Bäumen mit Rohkompost bedecken und auf diese Weise schützen und düngen.


Mehr Informationen zum Thema Kompost :
http://www.giftfreiesgaertnern.de/gartenbox/gartenelemente/kompost-2/


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