Planung

Aller Anfang ist schwer!?

„Doch wie der Garten mit dem Plan, wächst der Plan mit dem Garten.“
(Berthold Brecht)

Von der verwilderten Brache bis zum Traumgarten für Jung und Alt kann es manchmal ein langer Weg sein. Viele Wünsche und Erwartungen müssen da unter „einen Hut“ oder auch auf einen Plan gebracht werden.

Und allzu viele Faktoren sind zu beachten, auf die nur bedingt Einfluss genommen werden kann. So macht allein schon die Größe bzw. Begrenztheit der Fläche manchen Traum zunichte. Geländeunebenheiten müssen berücksichtigt werden, Pflanzabstände zum Nachbarn, manchmal sogar Anleiterflächen für die Feuerwehr oder Zufahrten für Gewerbe.

Doch für jeden Hof gibt es eine Lösung, man muss sie nur finden!

Beginnen sollten alle immer mit einer gemeinsamen Bewohnerversammlung. In der können auch schon mal zögerliche Parteien zum Mitmachen animiert werden und vielleicht auch über die Gründung einer „Gartengruppe“ nachgedacht werden, welche die Koordination der nächsten Schritte in die Hand nehmen möchte.

Hilfreich ist es anfangs, alle Wünsche innerhalb einer Mieter-, Eigentümer- oder Baugemeinschaft zu sammeln. Wenn die Ideen in der ersten Versammlung nicht gleich sprudeln oder aber auch jeder noch mal in Ruhe darüber nachdenken möchte, kann das zum Beispiel mit Hilfe eines Wunschbriefkastens o.ä. geschehen, in den alle ihre zu Papier gebrachten Gedanken einwerfen können. Dabei sollte erst mal (fast) alles erlaubt sein. Abstriche müssen alle später oft genug noch machen.

Einen Plan skizzieren

Planzeichnung mit Geodreieck und Bleistift
© XxJUDGExX / PIXELIO www.pixelio.de

Pläne sind nützlich, um die vielen Ideen und Vorstellungen über das zukünftige Aussehen des gemeinsamen grünen Hofes zu koordinieren. Dabei ist es vorerst meist nicht notwendig, den perfekten Plan für die Ideenfindung zu zeichnen. Ein wenig zeichnerisches Talent und ein maßstäblicher Grundrissplan sind aber hilfreich. Legt man über den Grundriss dünnes transparentes Papier (Skizzenpapier als Rolle gibt’s im Zeichenbedarf), lassen sich schnell verschiedene Ideen skizzieren. Für kleinere Höfe reicht oft ein Gestaltungskonzept, das verhindert, dass man den zweiten Schritt vor dem ersten macht und festhält, auf welche Variante sich die Gruppe geeinigt hat.

Detailliertere Pläne sind wichtig, wenn Genehmigungsanträge bei Behörden gestellt oder auch, wenn Fördermittel o. ä. beantragt werden müssen. Das Hinzuziehen eines Fachmanns (Landschaftsplaner, Landschaftsgärtner, Bauingenieur) ist notwendig, wenn z.B. Treppen, Hofunterkellerungen und Dachterrassen gebaut bzw. verändert, Höfe zusammengelegt oder Fachhandwerker beauftragt, also maßgebliche Veränderungen an der Bausubstanz oder dem Bodenniveau vorgenommen werden sollen.

Trifft sich die Planungsgruppe zum Skizzieren der Ideen, sollten möglichst viele Leute teilnehmen und ihre Wünsche einbringen dürfen. Das macht die Suche nach dem perfekten Garten für alle zwar anfangs langwierig, sichert aber ein möglichst zufriedenstellendes Ergebnis für die meisten Parteien. Welche individuellen Nutzungen, Pflanzungen und Wegeführungen letztendlich umgesetzt werden, sollte regelmäßig vorgestellt werden. Je mehr der Plan auf die individuellen Wünsche der Bewohner eingeht, desto größer ist die Bereitschaft zur aktiven Mithilfe beim Bauen, der Nutzung und der Pflege des Hofes.

Um Pläne auch für Ungeübte lesbar und erkennbar zu machen, helfen auch das Bauen eines Modells oder die Erstellung perspektivischer Zeichnungen. Auch Fotos von beispielhaften Höfen veranschaulichen Ideen für die Umgestaltung.

Bestandsaufnahme

Der Planung sollte immer eine Bestandsaufnahme  vorausgehen, denn diese ist immer Vorraussetzung für einen guten Entwurf.  Mit einer Bestandsaufnahme kann man Klarheit über vorhandene, wieder zu verwendende, überflüssige und neu gewünschte Komponenten eines Hopfes erhalten. Auch dafür zeichnet man am besten einen Plan. Er enthält folgende Komponenten:

– Grundstücksgrenzen (Mauern, Zäune)
– Ein- und Ausgänge, Zufahrten
– Treppen, Lichtschächte
– Leitungen, Kabel, Gullies, Außenbeleuchtung
– Wege, Sitzplätze, Terrassen
– Müllflächen, Auto- und Fahrradabstellplätze, Kinderspielplätze
– Teppichstangen, Wäscheplätze
– Grünflächen, Sträucher und Bäume

Auch ein Blick in alte Bauzeichnungen, die sich manchmal noch bei der Hausverwaltung oder dem Eigentümer befinden, enthalten viele wertvolle Hinweise.

Raumbildung

Gemeinschaftliches Wohnen erfordert Rückszugsmöglichkeiten. Wer sich Plätze zum gemeinsamen Grillen, Gärtnern und Spielen schafft, muss gleichzeitig auch Orte der Ruhe bieten. Möglichkeiten dazu gibt es viele, auch ohne gleich einen Zaun oder eine hohe Mauer zu errichten. Wegekonzepte, Hochbeete, Hecken oder eine Gartenbank unter einem Baum sind oft schon ausreichend.

Gestaltung und Nutzung

Die Gestaltung und Nutzung hängt natürlich von der Anzahl der Menschen und den Interessensgruppen ab, die den Hof zukünftig nutzen wollen. Zur Ideenfindung trägt sicherlich die oben beschriebenen Variante des „Wunschbriefkastens“ bei. Sehr hilfreich ist auch die Erstellung eines Fragebogens, dessen Auswertung ein erstes repräsentatives Bild ergibt. Alle Intersessenten können sich im Vorfeld auch schon andere umgestaltete Höfe oder Bilder von diesen anschauen.

Mögliche Fragen für einen Fragebogen

1. Soll der Hof überhaupt umgestaltet werden?
Ja/Nein/Vielleicht
2. Nutzen Sie den Hof bereits?
Ja/Nein
2.1. Wenn ja, wie?
Wäscheplatz/Fahrradabstellmöglichkeit/Werkstatt/Müll/Arbeit/Erholung
3. Wenn Sie Kinder haben, spielen diese auf dem Hof?
Ja/Nein
4. Parken Sie Ihren PKW auf dem Hof?
Ja/Nein
5. Möchten Sie, dass Ihr Hof mit den Nachbarhöfen verbunden wird?
Ja/Nein
5.1. Wenn nein, was spricht Ihrer Meinung nach dagegen?
6. Soll der Hof abschließbar sein?
7. Was möchten Sie gern auf dem Hof haben?
Grünflächen/Bäume/Beete/Pergola/Bank/Sitzplatz/Grillplatz/Wasser/Treffpunkt für ältere Kinder und  Jugendliche/Sandspielplatz/Kompostkiste/Fahrradabstellplatz/Müllplatz/Wäschetrockenplatz
8. Fühlen Sie sich von spielenden Kindern gestört?
Ja/Nein/Manchmal
8.1. Wenn ja, wann?
8.2. Für welche Altersgruppe soll ein Spielplatz entstehen?
Kleinkinder bis Schulalter/bis  12 Jahre/für Erwachsene/soll für alle Altersgruppen etwas bieten
8.3 Wenn ein Spielplatz entsteht, welche Spielmöglichkeiten möchten Sie gern dort haben?
Buddelkiste/Schaukel/Rutsche/Wippe/Fitnessgeräte für Erwachsene
9. Würden Sie sich an der Umgestaltung des Hofes beteiligen?
Ja/Nein
9.1 Wenn ja, wie?
Geld/Sachspenden/Arbeitsleistung
10. An welchen Arbeiten können und möchten Sie sich beteiligen?
Abriss/Pflastern/Pflanzen/Holzarbeiten/Andere
11. Würden Sie nach Abschluss der Arbeiten an der Gartenpflege beteiligen?
Ja/Nein/Vielleicht
11.1. Wenn ja, in welcher Form?
12. Möchten Sie in dem neugestalteten Hof einen Teil Ihrer Freizeit verbringen?
Ja/Nein/Vielleicht
13. Möchten Sie gern mehr Kontakt zu Ihren Nachbarn finden?
Ja/Nein/Vielleicht
13.1 Wenn ja, bei welchen Einrichtungen auf dem neubegrünten Hof könnten Sie sich das vorstellen?
Spielplatz/Sitzplatz/Grillplatz/Tischtennistplatte/Basketballkorb/Wäscheplatz/Gemeinsame Beete/Werkstatt
14. Möchten Sie ein Gartenbeet mit eigenem Obst, Gemüse oder Blumen pflegen?
Ja/Nein/Vielleicht
14.1. Wenn ja, wie möchten Sie ein Beet bewirtschaften?
Allein bzw. als Familie/Gemeinsam mit den Nachbarn
15. Wieviel Menschen, in welchem Alter, leben in Ihrem Haushalt?
16. Bitte geben Sie zum Schluss noch ihren Namen, Ihre Emailadresse und Ihre Telefonnummer an.


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