Wege aus Ökopflaster

Um der großflächigen Versiegelung in den Städten etwas entgegen zu setzen, eignen sich besonders gut Ökopflaster. Sie lassen das Niederschlagswasser vor Ort versickern — so wird der natürliche Wasserkreislauf unterstützt und der Oberflächenabfluss wird reduziert.

Die Pflastersteine nehmen Niederschlagswasser auf und geben es über ihre Tragschicht in den Boden ab. Dabei unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Systemen:

  • haufwerksporige Steine
  • Pflaster mit Sickeröffnungen
  • Pflaster mit umlaufenden Fugen

Der Untergrund muss bei dieser Pflasterung besonders beachtet werden, da ein wasserdurchlässiger Boden für die Versickerung vorhanden sein muss.

Die Ökopflasterung eignet sich bei geringer Verkehrsbelastung und dort wo es zu keinem Einsatz von Streusalz kommt, sonst besteht die Gefahr einer Verschmutzung des Bodens und des Grundwassers.

Allerdings kann es im Laufe der Zeit zur Reduzierung der Wasseraufnahme kommen, weil die Porenräume der Ökopflastersteine durch Schmutzstoffe verstopfen können. Der Verschmutzungsgrad beeinflusst also die Durchlässigkeit des Pflasters.

In einigen Kommunen und auch in Berlin ist es möglich, durch den Einsatz von Ökopflastersteinen und anderen versickerungsfähigen Belägen Abwassergebühren zu sparen. Hierzu benötigt der Grundstücksbesitzer eine Bestätigung vom Bauamt, dass die vorgesehene Fläche für eine Regenversickerung geeignet ist.

Ökopflaster, DURATON DRAINSTEIN
Foto: Duraton - Drainstein

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