Stachelbeere

Der fruchtige Energielieferant

Stachelbeere

Die Stachelbeere (Ribes uva-crispa) gehört zu den Steinbrechgewächsen. Charakteristisch ist ihre Winterfestigkeit, wodurch sie fast bis zum Polarkreis angebaut wird. Stachelbeerbüsche sind ideal für kleinere Gärten, denn sie sind sehr platzsparend und bringen hohe Erträge. Die Buschform ist am verbreitetsten. Von Hochstämmen ist abzuraten, weil sie von zwei bis drei Pfählen gestützt werden müssen.

Bodenvorbereitung
Humose, lehmige, ausreichend feuchte Böden und halbschattige Standorte sind optimal für die Stachelbeeren. Auf leichten, trockenen Böden ist der Ertrag verringert. Als Standraum für gesunde Büsche eignen sich 3,5 bis 4m².

Auspflanzungstermine
Neue Büsche werden im Herbst in frostfreien Boden gepflanzt. Zwischen den Büschen sollte 1,5m Abstand eingehalten werden.

Pflanzenpflege
Der Schnitt der Stachelbeere ist von großer Bedeutung und wird oft vernachlässigt, weil man ihre Dornen fürchtet. Es werden am besten  jährlich im Spätwinter zwei bis drei alte Triebe entfernt. Wichtig ist, dass die Triebe direkt an der Basis abgetrennt werden und  keine Astreste stehen bleiben, weil es sonst zu einer Rotpustelpilz-Infektion kommen kann. Zusätzlich können direkt nach der Ernte die Triebspitzen um einige Zentimeter gekürzt und altes, dunkles Holz entfernt werden.
Bei jährlichem Schnitt erreicht man hohe Erträge und die Sträucher „überaltern“ nicht. Wichtig ist auch, dass unter den Sträuchern nicht geharkt wird, um die flachen, feinen Wurzeln nicht zu beschädigen.

Krankheiten und Schädlinge
Der amerikanische Stachelbeermehltau lässt sich im naturgemäßen Anbau in ein bis zwei Jahren leicht vertreiben. Er äußert sich durch einen weißen, filzigen Überzug  auf den Blättern und Trieben, sowie einem braunem Belag auf den Beeren. Bei Auftreten alle befallenen Zweige abschneiden und im Hochsommer, während der Blüte und nach dem Fruchtansatz mit einer Mischung aus 225g Flüssigseife, 500g Waschsoda und 23 Liter Wasser behandeln.
Die Afterraupe der Stachelbeerblattwespe ist eine grüne Larve, die die Sträucher komplett kahl zu fressen vermag. Gegen sie helfen nur Derris-, natürliches Pyrethrum- oder Quassiamittel.
Die rote Stachelbeermilbe kann in Massen auf den Blättern der Stachelbeere leben und sorgt dafür, dass diese sich weißlich-bronze verfärben, vertrocknen und abfallen. Das Problem kann jedoch mit einem harten Wasserstrahl gelöst werden.

Ernte
Die Stachelbeeren sollten zwischen Juni und Anfang August geerntet werden. Dazu  werden die Zweige durch die mit einem Lederhandschuh geschützte Hand gezogen und die Früchte dabei abgestreift. Es lässt sich ein Ertrag von bis zu 3kg pro Pflanze erzielen.

Literatur

www.naturimgarten.at

„Das Grosse Garten Lexikon“, Südwest Verlag 1990

„Das biologische Gartenbuch“ von v. Heynitz/ Merckens, Ulmer 1982

„Rat für jeden Gartentag“, Franz Böhmig, Neumann Verlag Leipzig 1982

 

 

 


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