30 Jahre Rabe Ralf

Aus DER RABE RALF Dezember 2020/Januar 2021, Seiten 1-4

Das Kunststück, gegen Erfolglosigkeit anzuschreiben

Zeichnung: Luwie

30 Jahre gibt es den Raben Ralf, die älteste Gesamtberliner Umweltzeitung, heute die einzige und dazu einzigartig. Sie hat 30 Jahre durchgehalten und ist im Laufe der Zeit noch politischer und deutlicher geworden. Herzlichen Glückwunsch und danke an alle Mitarbeiter der Grünen Liga, die Redakteure und die vielen engagierten Ehrenamtlichen. Ich bin froh, dass sich die Zeitung von niemandem einkaufen, korrumpieren oder weichspülen ließ – das will heute was heißen.

Natürlich kann man mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren nicht die Welt einreißen. Aber es reicht, um die Stimme zu erheben, deutlich, trotzig, immer wieder, obwohl man manchmal das Gefühl hat, als ginge alles den Bach runter.

Ich habe im Grüne-Liga-Landessprecherrat, ich muss es zu meiner Schande bekennen, in den ersten Jahren immer mal wieder dafür plädiert, den „Raben“ einzustellen, die Redaktion zu schließen, die Auflage zu kürzen – wegen zu hoher Kosten, zu großer Konkurrenz oder Nutzlosigkeit. Ich war viel zu ungeduldig, hatte aber zum Glück nicht recht.

Nicht frustrieren lassen!

In dieser Zeit lief mir ein Vers über den Weg, geschrieben vor vielen Jahrzehnten von Reinhold Niebuhr und heute in zahlreichen Versionen verbreitet: „Finde die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst. Habe den Mut, Dinge zu ändern, die du ändern kannst. Erlerne die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Ich habe tatsächlich etwas Gelassenheit dazugewonnen und bin heute sehr froh und dankbar, dass es diese Zeitung gibt.

Die thematische Breite, die sie abdeckt, ist enorm, und ich hatte das große Glück, ab und zu auch in meinem Alter als „heiterer Nichtsnutz“ dort etwas zu schreiben. Gentechnik, Landwirtschaft mit Ökomarkt und gesunder Ernährung, Naturschutz, Städtebau und Landschaftsplanung, Umwelt, Klima und das Umweltfestival, Berliner Probleme besonders beim Rad- und Straßenverkehr, Politik in ganz großer und mutiger Breite und vieles mehr werden couragiert und mit großer Ernsthaftigkeit behandelt. Viele gute Rezensionen von Büchern oder Kalendern verlockten selbst mich, dem der Bücherschrank überquillt, noch etwas zu kaufen, wie zuletzt „Grüner wird’s nicht“ von Kathrin Hartmann.

Geduldig für eine „Kultur des Genug“

Angesichts des Rechtsrucks in der Gesellschaft, der zunehmenden Gier nach immer mehr, des wachsenden Egoismus in der Weltpolitik nach „Marke Trump“ könnte man leicht den Mut verlieren. Es ist fast ein Kunststück, gegen Erfolglosigkeit anzuschreiben. Die Zeitung mit ihrer Redaktion tut es dankenswerterweise, darf sich auch weiterhin nicht frustrieren lassen, resignieren oder müde werden. Alle dürfen auch mal laut rufen oder schreien, aber meist gelassen und geduldig ihre und unsere Überzeugungen zum Ausdruck bringen. Es geht um eine zukunftsfähige Ökonomie und die Kultur für eine enkeltaugliche Leitidee des „Genug“.

Einen Nachsatz erlaube ich mir noch: Bitte schreibt nicht so lange Artikel wie im Oktober zur Berliner S-Bahn, eine Seite reicht und der Verweis auf weitere Literatur.

Ich wünsche dem Raben weiterhin ein großes Stehvermögen, gekoppelt mit vielen kleinen Erfolgsgeschichten, die es ja auch gibt.

Wolfgang Heger


„Eine ganz erstaunliche Zeitung“

Drei Stimmen zum 30. Geburtstag

„Es ist erstaunlich, wie viele gut recherchierte Themen mit Tiefgang die Redaktion in diese kleine, angenehm handliche Zeitung bringt und sie dadurch groß macht. Mit Umsicht bringt der Rabe Ralf Zusammenhänge in die Weltpolitik, in Menschenrechts- und Ethikfragen. Alles ist in der Mischung interessant, mutig und zudem mit sparsamen Mitteln auch sehr lebendig gestaltet. Gratuliere!“

Hartmut Sommerschuh, Journalist, langjähriger Leiter der RBB-OZON-Redaktion in Potsdam


Dass eines der „letzten Kinder“ der DDR gut gewachsen ist und nun und immer noch Verantwortung übernimmt, freut mich sehr. Neben der „jungen Welt“ ist „Der Rabe Ralf“ die einzige Zeitung, die ich lese – und das meistens von A bis Z. Der „Rabe“ ist ein hervorragendes Beispiel für Aufklärung und Engagement. Ich klaube den „Raben“ seit Jahren aus den hiesigen Bibliotheken, zu einem Abo hat sich mein innerer Schweinehund noch nicht durchgerungen (Geringverdiener). Nun ja, alles eine Frage der Prioritätensetzung – „nichts ist unmöglich“. In diesem Sinne und weitere gute Arbeit wünscht

Thomas Kunze, Berlin-Friedrichshain


Der Rabe Ralf ist eine ganz erstaunliche Zeitung. Ich finde ihn zuverlässig in meinem kleinen Bioladen und bin immer überrascht, wie breit und vielfältig das Themenspektrum ist, ohne beliebig zu sein oder Öko-Blendern auf den Leim zu gehen. Mein besonderer Dank gilt der Beharrlichkeit, mit der der Rabe Ralf immer wieder die Aufarbeitung der Berliner Naturschutzgeschichte und besonders des Schicksals des ersten Berliner Naturschutzbeauftragten Max Hilzheimer angemahnt hat – was dazu beitrug, dass es schließlich auch einige Erfolge gab.

Simone Weist, Berlin-Lichtenberg


Von Schnecken und Raben

Wie der Umweltjournalismus im Osten vor 30 Jahren zum Laufen und bald wieder ins Straucheln kam

Grafiker Luwie setzte den Raben Ralf in der ersten Ausgabe 1990 in Szene.

Das „Verzeichnis der Alternativmedien“ listete 1991 insgesamt 1.252 Zeitschriften, Infobriefe, Videogruppen oder freie Radiostationen auf, die damals deutschsprachig publizierten. Titel wie „Willnich“, die Knastzeitung der JVA Willich mit 1.000 Stück Auflage, die „Igitte“, eine Frauenzeitschrift aus Dortmund (Auflage 2.000), oder „Klirr“ aus Hamburg, die „Zeitung für visuelle Scherben“ (2.000). Neben vielen längst vergessenen Titeln sind aber auch solche aufgeführt, die es heute noch gibt: die „Graswurzelrevolution“ zum Beispiel (Auflage damals 3.800), die „Blätter für deutsche und internationale Politik“ (11.500) oder Öko-Test (135.000).

61 Alternativmedien in „D-Ost“

Die Herausgeber des Verzeichnisses entschuldigen sich in ihrer „Vorbemerkung“ zum Register 1991, dass die Neuüberarbeitung zwei Jahre auf sich warten ließ: Eine Schwierigkeit sei gewesen, „die neu entstandene Zeitschriftenszene in der Ex-DDR in den archivarischen Griff zu bekommen“. Unter der Überschrift „D-Ost“ listet das Register 61 Alternativ-Medien auf, die damals in Ostdeutschland erschienen.

Freilich waren einige dieser 61 Ost-Publikationen bereits beim Erscheinen des neuen Medienarchivs pleite oder standen kurz davor: „Das Blatt“ zum Beispiel, „echt ostgemacht“ (Werbeslogan). Auch die vermutlich beste Frauenzeitschrift ihrer Zeit, „Ypsilon“, oder „Die Andere“, die erste freie Wochenzeitung der DDR, die eine große Nähe zu den Ideen des Neuen Forums hatte.

Lediglich vier Titel aus dem „D-Ost“-Verzeichnis befassten sich mit Umweltthemen: der „Grüne-Liga-Rundbrief“ (Auflage 5.000) aus Berlin, das „Grünhorn“ der Umweltinitiative der TU Dresden (700), die „Ökostroika“ aus dem sächsischen Freiberg (10.000) und „Der Rabe Ralf“ (20.000). In diese Rubrik hätte vielleicht noch der „telegraph“ eingeordnet werden können, das Nachfolgeblatt der legendären „Umweltblätter“ der DDR. Und dann gab es die Zeitschrift „umWelt“, die sich allerdings nicht als Alternativmedium verstand, sondern eher so etwas wie „Natur“ in Ostdeutschland werden wollte.

Die umweltfreundliche Revolution des Ichs

Ich war damals Redaktionsleiter der „Ökostroika“, der „ersten überregionalen Umweltzeitschrift der DDR“, wie es in der Selbstankündigung hieß. Wir waren ein gutes Dutzend Enthusiasten, hatten vom Zeitungmachen null Ahnung, aber eine Publikationslizenz der DDR ergattert, Partner im fränkischen Bamberg gefunden und durch unsere Revolutionserfahrungen unendlich viel Elan. Signet der „Ökostroika“ war eine Schnecke, die „Entschleunigung“ repräsentieren sollte.

Der Herausgeber schrieb im Editorial der ersten Ausgabe vom Mai 1990: Nachdem die Perestroika – der Umbau des Systems – geschafft sei, gehe es nun um die „Ökostroika“: „Der Versuch, die heile und gerechte Welt herzustellen, hat immer auch und entscheidend mit der Perestroika des ‚Egos‘ zu tun.“ Es gehe um nichts Geringeres als um die umweltfreundliche Revolution des Ichs. Bernd Reimer war der Herausgeber, mein Vater, der mit seinem Wartburg plus Anhänger nach Bamberg in die Druckerei tuckerte, um die Startauflage von 40.000 Exemplaren abzuholen und dann auf die Zeitungsgrossisten der 15 damaligen DDR-Bezirke zu verteilen.

Mit Frische und Philosophie

„Erschlägt die Müllawine unsere Kinder?“, fragte die zweite Ausgabe. Wer konnte damals ahnen, dass die Müll-Flut einmal so groß werden würde, wie sie es heute ist? In Ausgabe drei wurde eine Protestpostkarte gegen die Abholzung des Regenwaldes abgedruckt: „Wenn wir heute beginnen, verantwortlicher zu handeln, könnte der Rest der Regenwälder gerettet werden“, heißt es da. „Darum bitte ich Sie, sich für einen möglichst umfassenden Verzicht auf Tropenholz einzusetzen.“ Adressat war damals Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU). Die Regenwälder haben seitdem immer weiter an Fläche verloren.

Dann ereignete sich allerdings Bedrohliches für die „Ökostroika“: In Berlin kam im Dezember 1990 „Der Rabe Ralf“ auf den Markt, eine Umweltzeitung, die ein viel frischeres Layout besaß, in schickes Gelb eingefärbt war und mit Philosophie erschien. Namensgeber war das Gedicht „Der Rabe Ralf“ von Christian Morgenstern:

Der Rabe Ralf
  will will hu hu
dem niemand half
  still still du du
half sich allein
am Rabenstein
  will will still still
    hu hu

Unsere anfänglich sehr guten Verkaufszahlen hatten sich mittlerweile halbiert. Mit „Geo“, „Natur“ oder „Grünstift“ drängten im neuen Land Magazine auf den ostdeutschen Markt, die nicht nur wesentlich umfangreicher fürs Geld waren, sondern auch professioneller. Der „Grünstift“ aus Westberlin fragte Mitte 1991: „DDR-Umweltbewegung: Gibt’s die noch?“ Von „Ökostroika“ oder dem „Raben Ralf“ war nicht die Rede.

Am Ende sind es die Finanzen

Ich bin im Frühling 1991 nach Berlin in die Jessnerstraße gereist, damals das Hauptquartier der Berliner Grünen Liga, die den „Raben“ herausgab. „Mit jedem Schluck ein bißchen Gift“ war unser Titelthema überschrieben, wir begannen eine Serie über die Umweltgesetze des nun neuen Landes und berichteten vom Golfkrieg. Der Rabe machte mit Texten zum Müllnotstand, über die Umweltverträglichkeitsprüfung und die „Ökologischen Konsequenzen des Golfkrieges“ auf. So viel anders klang das Lied des Raben gar nicht.

Warum also nicht zusammentun? Verhandlungspartner waren damals Anja Valentien und Leif Miller, der heute immer noch den Raben im Sinne des Presserechts verantwortet: Vermutlich ist Miller – heute Bundesgeschäftsführer des NABU – damit der dienstälteste V.i.S.d.P. der Bundesrepublik.

Die Nebelfrau
  will will hu hu
nimmt’s nicht genau
  still still du du
sie sagt nimm nimm
’s ist nicht so schlimm
  will will still still
    hu hu

Die Verhandlungen über eine gemeinsame Zeitung scheiterten. Ich weiß heute nicht mehr, woran es hakte. Vielleicht waren wir Provinzheinis den Raben-Machern nicht radikal genug. Oder die Berliner waren einfach zu radikal für unseren Ökostroika-Ansatz. Stattdessen fusionierten wir mit der Zeitschrift „Bündnis 2000“ zum „Querpunkt“ – der „Zeitschrift für Demokratie, Ökologie und Menschenrechte“.

Ende 1992 war damit Schluss. Die verkaufte Auflage sank unter die Marke von 2.000 Exemplaren – zu wenig, um die Redaktion zu finanzieren.

Doch als ein Jahr
  will will hu hu
vergangen war
  still still du du
da lag im Rot
der Rabe tot
  will will still still
    du du

Nicht so „Der Rabe Ralf“. Dessen Redaktion setzte vor allem auf andere Finanzierungsquellen als den Verkauf. Bald gab es den monatlichen „Raben“ neben dem Abo kostenlos, die Macher mussten sich nicht mit Grossisten rumschlagen, Ehrenamtliche halfen, auch Anzeigen kamen herein. Sicherlich – auch beim „Raben“ war das manchmal knapp, die Auflage ging runter, ab 2001 erschienen Doppelnummern. Aber Ralf hob immer wieder an zum Flug, auch als Tandempartner für kränkelnde Artgenossen wie die „Berliner Luft-Zeitung“ oder den „Juckreiz“. Ich selbst durfte mich einige Male in der Autorenschaft versuchen.

Von den 62 Ost-Titeln, die das „Verzeichnis der Alternativmedien“ 1991 auflistete, sind heute nur noch zwei übrig: „der Freitag“ und „Der Rabe Ralf“. Insofern sind die 30 Jahre den Machern des „Raben“ hoch anzurechnen: Ein herzliches Chapeau! Möge der Wind Ralfs Flügel weitere 30 Jahre tragen!

Mindestens.

Nick Reimer


Kultur der Runden Tische

Das Netzwerk ökologischer Bewegungen als Vorreiter

Das Einrichten einer Geschäftsstelle in einem Künstleratelier in Pankow, die umweltpolitische Begleitung der Wahlen im März und das Erstellen eines Baumkatasters: So stolperte ich 1990 in die Grüne Liga.

Erster Klimagipfel, erstes Umweltfestival

Für mich unvergessen ist das Klimaforum ’95. Aus Anlass der ersten UN-Versammlung auf deutschem Boden – des Klimagipfels 1995 – war unser junger Verein Gastgeber für Regierungen und Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt.

Wir residierten im Haus der Demokratie – damals noch in der Friedrichstraße – und mieteten vier Etagen im benachbarten Plattenbau dazu. Die Finanzierung war mit heißer Nadel gestrickt. Ich erinnere mich, wie ich mit Joschka Fischer und Ernst-Ulrich von Weizsäcker auf einer wackeligen Bühne vor dem Brandenburger Tor das erste Umweltfestival auf dem komplett gefüllten Pariser Platz eröffnete.

Wenig Erfahrung, viel Enthusiasmus

Wir organisierten damals mit viel Enthusiasmus (und kaum Erfahrung!) über 200 Veranstaltungen – von den Klimafilmtagen im Tränenpalast über Podiumsdiskussionen in den Bezirken bis zum Höhepunkt: dem Umweltfestival am Brandenburger Tor. So verstanden wir unseren Anspruch als Netzwerk ökologischer Bewegungen.

Die Netzwerk-Idee entstand 1990 aus der Kultur der Runden Tische der Bürgerbewegungen der DDR. Vertreter aller wichtigen Belange – oft gegensätzlicher Auffassung – saßen sich dort gegenüber und rangen um die besten Lösungen.

Netzwerke sind wichtiger denn je

Das Konzept eines Netzwerks ökologischer Bewegungen war damals neu und innovativ und ist heute wichtiger denn je. Solch ein mit weiteren sozialen und wirtschaftlichen Initiativen gestärktes Netzwerk könnte heute die Lösung sein, um überlebenswichtigen Anliegen des Umwelt- und Naturschutzes zu gesellschaftlichen Mehrheiten und somit zur Umsetzung zu verhelfen. Mir fällt jedenfalls auch heute nichts Besseres ein.

In diesem Sinne alles Gute zum 30. Geburtstag!

Stefan Richter
Geschäftsführer der Grünen Liga Berlin von 2001 bis 2013


30 Jahre und kein Fest?

Ein Rückblick auf ein außergewöhnliches Jahr – und ein Dank

Die Adventsökomärkte im Dezember können diesmal leider nicht stattfinden. (Foto: GRÜNE LIGA Berlin e.V.)

30 Jahre Grüne Liga Berlin e.V. – das sollte gefeiert werden. Das Jubiläumsjahr vergeht nun aber ohne großes Fest. Die notwendigen Regelungen zur Eindämmung des Corona-Virus lassen keine Menschenansammlungen zu, weder Feste noch Veranstaltungen. Jede und jeder ist persönlich betroffen, aber auch Unternehmen und Vereine kämpfen mit sich ändernden Regelungen und versuchen, die Gesetze zum Schutz der Allgemeinheit bestmöglich einzuhalten.

Mit blauem Auge davongekommen ist bisher der RABE RALF – die neue Ausgabe liegt dank ehrenamtlicher Kräfte vor Ihnen. Mindestabstände, geschlossene Einrichtungen und Unsicherheit haben die Verteilung in diesem Jahr schwierig gemacht. Im Frühjahr und Sommer musste die Auflage reduziert werden.

Digital: Umweltfestival

Das erste Corona-Opfer war das Umweltfestival am Brandenburger Tor. Das Jahreshighlight der Grünen Liga Berlin mit 250 Ausstellenden und 60.000 Gästen wurde diesmal abgesagt. 25 Jahre nach dem ersten Umweltfestival zum Klimaforum ’95 gab es erstmals keine ökologische Festmeile.

Mit vereinten Kräften wurde aus einem verlorenen Festtag ein drei Monate dauerndes digitales Umweltprogramm gebaut. Unter dem Motto „Klicks fürs Klima“ wurde auf www.umweltfestival.de mit wechselndem Programm über Mobilität, Ressourcenschutz, Veganismus und vieles mehr informiert. Viele Inhalte sind noch immer verfügbar, Reinschauen lohnt.

Gestrichen: Adventsmärkte

Die traditionsreichen Adventsökomärkte am Kollwitzplatz können in diesem Jahr leider nicht stattfinden.

Viele weitere Events wie das Netzwerk21Camp, Bauworkshops für Schulgärten, feierliche Abschlussveranstaltungen, Netzwerktreffen zu klimaneutralen Veranstaltungen und auch der Donnerstags-Ökomarkt am Kollwitzplatz mussten umgeplant, abgesagt und überarbeitet werden. Das bedeutete für alle Beteiligten mehr Arbeit, Ungewissheit und Stress. Gelungen ist uns aber alles.

Wichtig: Dank und Unterstützung

Am Ende dieses Fest-Jahres, das keines war, schauen wir auf ein effektives Krisenmanagement zurück, das glückliche Teilnehmende, digitale Neuauflagen und eine intensive Zusammenarbeit zum Ergebnis hatte. All das war nur mit einem tollen Team möglich. Deshalb ein großer Dank an alle MitarbeiterInnen, alle Ehrenamtlichen und BegleiterInnen der Grünen Liga Berlin für das Durchhaltevermögen. Bleibt gesund und engagiert.

Möchten Sie uns – die Grüne Liga Berlin und den Raben Ralf – in diesen schwierigen Zeiten unterstützen? Ab sofort läuft über unsere Webseite www.grueneliga-berlin.de/spende ein Spendenmarathon.

Vielen Dank! Wir wünschen eine unterhaltsame Lektüre.

Sandra Kolberg, Claudia Kapfer
Geschäftsführerinnen der Grünen Liga Berlin 


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