Ein Tag für alle

Aus DER RABE RALF April/Mai 2024, Seite 13/14

Das 29. UMWELTFESTIVAL am Brandenburger Tor lädt ein

Auch Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Mitte) besuchte im vergangenen Jahr das Umweltfestival. (Foto: Sebastian Hennigs)

Am 28. April lädt die Grüne Liga Berlin bereits zum 29. Mal zum Umweltfestival am Brandenburger Tor ein. An diesem Tag gehört die Straße des 17. Juni vom Tor bis zum Großen Stern ganz und gar dem Umwelt- und Naturschutz. Ob Klimaschutz, Zero Waste, Energie- oder Wasserwende, alternative Mobilität, Tierschutz und Ökolandbau oder schöne und köstliche Dinge aus umweltverträglicher Herstellung: Es ist für alle etwas dabei. Umsonst und draußen, für Groß und Klein.

Wald – einer für alle

Ein Schwerpunkt ist diesmal das Thema Wald. Braucht der Wald uns oder brauchen wir den Wald? Laut der jüngsten Waldzustandserhebung des Bundeslandwirtschaftsministeriums sind vier von fünf Bäumen krank oder geschädigt. Doch schnell wird klar, dass Waldschutz nur gemeinsam mit Klima-, Arten- und Wasserschutz gedacht werden kann. Die Berliner Forsten, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, das Bergwaldprojekt, die Umweltorganisation Robin Wood und andere stellen auf der Straße des 17. Juni ihre Arbeit im und für den Wald vor. Auf der Bühne am Brandenburger Tor gibt es spannende Diskussionen – von der CO₂-Kompensation durch Wiederaufforstung bis zur Windkraft im Wald. Livemusik und die Preisverleihung zum Großen Preis des Umweltfestivals runden das Bühnenprogramm ab.

Die Meile der Ausstellenden

Die Vielseitigkeit der Ausstellenden – von ehrenamtlichen Initiativen wie dem „Blühenden Campus“ der FU Berlin bis zum Bundesumweltministerium – macht das Umweltfestival zu einer ganz besonderen Veranstaltung und bietet Umweltschutz zum Anfassen und Eintauchen. Das Unternehmen Umweltdruck Berlin zeigt Druckmaschinen, die mit reiner Muskelkraft und ganz ohne Strom und Wasser bedient werden können, das Projekt „Alles im Fluss“ macht das Müllproblem im öffentlichen Raum kreativ sichtbar, der Spieleverlag Gaiagames präsentiert nachhaltige und spannende Brettspiele und der Seniorenschutzbund informiert über Beteiligungsformate für Ältere.

Der Musiker Lasca Fox mit seiner emissionsfreien Fahrradbühne. (Foto: Sebastian Hennigs)

Für das leibliche Wohl sorgt eine Vielzahl von Bio-Streetfood-Ständen, und an den Wasserstationen kann kostenlos Trinkwasser abgefüllt werden. Am besten gleich die Trinkflasche mitbringen, denn das Umweltfestival ist eine abfallarme Veranstaltung, die Einwegverpackungen von Anfang an verbannt hat.

Aus Alt mach Neu

Apropos Abfallvermeidung: Am Stand des Kulturkollektivs Vétomat können mitgebrachte oder dort erworbene Textilien mit einem „Umweltfestival“- oder „Rabe Ralf“-Siebdruck zu einem Unikat gestaltet werden. Ebenso neu: Was kann ich tun, wenn ich mich engagieren möchte? Im neuen Talkformat „Projekt Zukunft“ auf der Bühne am Brandenburger Tor stellen junge Menschen – von der Jugend-Klimakonferenz bis zum Freiwilligen Ökologischen Jahr – ihre Arbeit vor und machen Mut für eine sozial-ökologische Welt.

Lass uns reden

Schon im zweiten Jahr ermöglicht die von der Stiftung Naturschutz Berlin geförderte „Lass uns reden Lounge“ der kreativen Auseinandersetzung mit Umwelt- und Naturschutz eine Bühne. So lädt die Umweltgruppe Yeşil Çember zur interkulturellen Teestunde sein, die Senior*innen der Theatergruppe „Rostschwung“ präsentieren ihr Stück „Umweltgeflüster“ und die beiden Gewinner*innen des letztjährigen Poetry Slams tragen ihre Texte vor.

Familienfest

Nicht zuletzt ist das Umweltfestival ein Familienfest. Der Bio-Erlebnis-Bauernhof, der Wasserspielplatz oder die Temporären Spielstraßen bieten umweltfreundliche Spielalternativen zum Erleben und Toben an.

Susanne Dittmar

Programm und Highlights: www.umweltfestival.de

Das Umweltfestival 2024 wird durch das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium gefördert, die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. Die „Lass uns reden Lounge“ wird durch die Stiftung Naturschutz Berlin gefördert. Hauptsponsor*innen sind die GASAG AG und der Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel (FKN). Kooperationspartner*innen sind der NABU, die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. (FÖL) und der ADFC Berlin. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autor*innen.

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