Entlassung von Staatssekretär Kirchner: GRÜNE LIGA Berlin kritisiert Entscheidung von Umweltsenatorin Günther

Berlin, 6.12.2018 – Die GRÜNE LIGA Berlin reagiert mit Entsetzen auf die Entscheidung von Umweltsenatorin Regine Günther, ihren Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner gegen dessen ausdrücklichen Willen in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen.


Dazu der Landesvorsitzende des Umweltverbandes, Leif Miller: „Ich kann nicht nachvollziehen, wieso die Senatorin ihren besten Verkehrsexperten vor die Tür setzt, der noch dazu über langjährige Erfahrung in der Berliner Verwaltung verfügt. Ich befürchte, dass die ohnehin schleppende Einleitung der klimafreundlichen Mobilitätswende in Berlin durch die Entscheidung der Senatorin noch stärker ins Stocken gerät.“

Enttäuschend ist auch das Agieren der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, die trotz vielfacher Widerstände aus den eigenen Reihen gegen die Entscheidung ihrer Senatorin offensichtlich nicht in der Lage ist, sinnvolle Entscheidungen für eine arbeitsfähige Verwaltung und damit sowohl für den Berliner Natur- und Umweltschutz als auch ein radverkehrsfreundliches Berlin zu treffen.

Auch menschlich hält Miller den Entschluss für höchst fragwürdig: „Kirchner wollte trotz seiner Erkrankung weiter arbeiten und sollte es bis zu seiner vollständigen Genesung auch; auf dringende Empfehlung seines Arztes. Gerade von einer Partei wie den Grünen, die vorgibt, sozial verantwortungsvoll zu handeln, hätte ich eine andere Entscheidung erwartet.“


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