Pressemitteilung: Waldspaziergang am 30. März am Tagebau Jänschwalde

C. Seidel

Für den 30. März lädt die GRÜNE LIGA zu einem geführten Spaziergang durch das Vorfeld des Tagebaues Jänschwalde ein. Der Spaziergang wird um 11:30 Uhr am Bahn-Haltepunkt Jänschwalde-Ost starten und durch das Abbaufeld des Tagebaues Jänschwalde nach Taubendorf führen. Entlang des Weges gibt es Erläuterungen zum Tagebau, aber auch zur Klage der Umweltverbände gegen den Hauptbetriebsplan. Der Waldspaziergang setzt zugleich ein Zeichen des Protestes gegen die Landschaftszerstörung und die Enteignung von Grundstücken für den Tagebau.

„Wir wollen hautnah zeigen, wie der Tagebau sich durch die Landschaft frisst. Die Wanderung endet auf dem von Enteignung bedrohten Waldgrundstück bei Taubendorf, auf das uns der Eigentümer eingeladen hat.“ erläutert René Schuster das Ziel der Aktion. Schuster weiter:
„Die eindrucksvolle Strecke am Tagebau sind im November bereits die Klimapilger auf dem Weg zum Klimagipfel in Katowice gewandert. Die Erkenntnis für uns war, dass noch viel mehr Menschen das mit eigenen Augen gesehen haben müssen. Das Wort Waldspaziergang bekommt durch den Tagebau eine etwas andere Bedeutung: Wir laufen durch ein ehemals großes unzerschnittenes Waldgebiet, durch den schon zerstörten hin zum noch bedrohten Wald bei Taubendorf.“

Der als Streckenführung bei den Behörden angemeldete Weg durch das Tagebauvorfeld soll nach LEAG-Planung nur noch in diesem Frühjahr existieren, bevor er durch den Tagebau zerstört wird.

Hintergrund:
Der LEAG-Konzern will bis auf wenige Meter an Taubendorf heranbaggern und dafür auch ein privates Waldgrundstück zerstören, dem Eigentümer droht die Enteignung. Zugleich entzieht der Tagebau Jänschwalde den Seen und Feuchtgebieten der Region das Wasser. Eine Klagegemeinschaft aus Deutsche Umwelthilfe und GRÜNE LIGA geht deshalb aktuell vor Gericht gegen die weitere Genehmigung des Tagebaubetriebes vor. Der Tagebau versorgt das Kraftwerk Jänschwalde, eines der klimaschädlichsten Kraftwerke Europas. Der Bericht der Kohlekommission hat auf Druck der brandenburgischen Landesregierung keine Klarheit über die Laufzeit des Kraftwerkes geschaffen.

Ansprechpartner
Umweltgruppe Cottbus e.V.
Straße der Jugend 94
D-03046 Cottbus

www.kein-tagebau.de
umweltgruppe@kein-tagebau.de

 


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