Umweltfestival und Jugendwettbewerb „Großstadtdschungel“

Tu was, Mensch!

Aus DER RABE RALF April/Mai 2019, S. 8

Das 24. Umweltfestival findet am 2. Juni 2019 am Brandenburger Tor und auf der Straße des 17. Juni statt

Beim Umweltfestival 2018. (Foto: Sebastian Hennigs/GRÜNE LIGA Berlin)

Klimakrise, zunehmende soziale Ungleichheit, die Übernutzung natürlicher Ressourcen, der Verlust von Arten und fruchtbaren Böden und die damit verbundene Wasser- und Nahrungsknappheit: Es ist längst klar, dass unsere Wirtschafts- und Lebensweise überall auf der Welt zu schweren ökologischen und sozialen Schäden führt.

Zumindest in Teilen der Gesellschaft ist ein Umdenken zu erkennen. Junge Leute gehen auf die Straße und fordern die Politik zu entschlossenem Handeln für echten Klimaschutz auf. Neue und alternative Produkte und Dienstleistungen werden entwickelt, um die Umwelt zu schützen und die natürlichen Ressourcen zu schonen. Strategien zum Erreichen der Klimaziele sind in vieler Munde – die Welt scheint im Wandel und der Wunsch nach Veränderung ist groß. Die epochalen Herausforderungen können aber nur gemeistert werden, wenn sich der Umgang mit der Umwelt gesamtgesellschaftlich ändert.

Mut zum Handeln

Am 2. Juni lädt das Umweltfestival der GRÜNEN LIGA Berlin zum 24. Mal Besucher*innen aus Berlin und aus aller Welt ein, am Brandenburger Tor und auf der Straße des 17. Juni die Vielfalt des Natur- und Umweltschutzes zu entdecken. Dort zeigen über 200 Stände Ideen und Möglichkeiten, wie jede und jeder Einzelne einen Beitrag zur umweltverträglichen Umgestaltung der Gesellschaft leisten kann.

Unter dem Motto „Tu was, Mensch!“ will die GRÜNE LIGA Berlin mit dem Umweltfestival Mut machen und zum Handeln motivieren, denn jede große Veränderung besteht aus kleinen Schritten. Mit jeder innovativen Idee, um CO₂ zu sparen, jedem Tag an dem wir das Fahrrad dem Auto vorziehen oder die Bahn dem Flugzeug, jeden Tag, an dem wir uns bewusst werden über unsere Verantwortung und unseren Einfluss auf die Lebensumstände folgender Generationen, tragen wir zu einer umweltbewussten Gesellschaft bei.

Lernen für den Wandel

Einen besonderen Stellenwert auf dem Umweltfestival hat in diesem Jahr die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Denn für nachhaltige Veränderung ist es wichtig, vorausschauend, generationenübergreifend und ganzheitlich zu denken und zu handeln. Besonders für die Veränderung unserer Konsum- und Verhaltensmuster spielt Bildung eine entscheidende Rolle.

Dabei geht Bildung für nachhaltige Entwicklung über Umweltbildung hinaus. Es geht um ein Verständnis von globaler Gerechtigkeit, um die Wertschätzung von biologischer und kultureller Vielfalt, um Menschenrechte, Weltoffenheit und Teilhabe, um respektvollen Umgang mit Mitmenschen und Umwelt. Und um die Einsicht, dass wir nicht alles über alles wissen können, aber in der Lage sind, uns selbst und unsere Gesellschaft für eine lebenswerte Zukunft zu verändern.

Mit spannenden interaktiven Angeboten zum Anschauen und Ausprobieren, vielen unterhaltsamen wie lehrreichen Mitmachaktionen für die ganze Familie, innovativen Produkten und Zukunftsvisionen entsteht auf dem Umweltfestival Europas größte ökologische Erlebnismeile. Sei dabei und tu was, Mensch!

Mareike Homann und  Christian Lerche, GRÜNE LIGA Berlin

Weitere Informationen:
www.umweltfestival.de
Tel. (030) 4433910


Großstadtdschungel Berlin

Aus DER RABE RALF April/Mai 2019, S. 8

Entdecke die Artenvielfalt in der Stadt! Kreativwettbewerb für Kinder und Jugendliche

Zeichnungen/Collage: Josephine Helfrich, Alena Schmidbauer

Das Leben in Berlin ist vielfältig, nicht nur was die hier lebenden Menschen angeht. Denn mit über 20.000 Tier- und Pflanzenarten verfügt die Stadtnatur über einen besonderen Artenreichtum, den es zu schützen gilt. In Naturschutzgebieten, aber auch auf städtischen Brachen, in Parks oder Hinterhöfen findet so manche Art den Lebensraum, der in einer durch Monokulturen geprägten Landwirtschaft immer mehr verschwindet.

Wer genau hinschaut und hinhört, kann die Vielfalt von Flora und Fauna im Großstadtdschungel schnell entdecken. Zum Beispiel das Große Mausohr in der Zitadelle Spandau, den Löwenzahn auf vielen Wiesen, den Fuchs, der schon so manchem in Berlin über den Weg gelaufen ist. Oder die Nachtigall, die in der Stadt immer ein bisschen lauter singt als ihre Artgenossen auf dem Land – damit auch jeder sie hört. Das zeigt, dass nicht nur Menschen sich sehr gut an das Stadtleben anpassen können.

Großstadt-Arten entdecken und kreativ werden

Die urbane Wildnis zu entdecken, darum geht es beim neuen Kreativwettbewerb der GRÜNEN LIGA Berlin, der durch die Stiftung Naturschutz Berlin gefördert wird. Kinder und Jugendliche von neun bis 19 Jahren sind aufgerufen, sich im Großstadtdschungel auf Artensuche zu begeben, sich schlau zu machen und bis Ende April tolle Fotos, Zeichnungen oder Collagen zusammen mit einem kleinen Steckbrief einzureichen: Welche Art ist zu sehen und wo fühlt sie sich in der Stadt besonders wohl? Wie hat sie sich an das Stadtleben angepasst?

Alle Beiträge werden auf dem Umweltfestival am 2. Juni am Brandenburger Tor ausgestellt und nehmen automatisch an der Preisverlosung teil. Die schönsten Einsendungen werden zudem auf zwölf Schautafeln abgebildet, die auf dem Festivalgelände verteilt werden. Und dann sind alle Besucherinnen und Besucher aufgerufen, auf Safari zu gehen: Wer die Tafeln beim Schlendern über die Festivalmeile findet und Fragen zu den gezeigten Arten beantwortet, kann sich auf eine Auszeichnung auf der Bühne und tolle Preise freuen.

Gunnar Hamel

Alle Informationen zum Wettbewerb und Einreichung der Beiträge:
www.umweltfestival.de (Wettbewerbe)
Tel. (030) 4433910


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